k.k. Infanterieregiment Nr. 3 "Erzherzog Carl" - 1. Grenadier Compagnie



 

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pomponesco mai 2007



 
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event-grenadier
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BeitragVerfasst am: 26.05.2007, 16:45    Titel: pomponesco mai 2007 Antworten mit Zitat

einfach gesagt: EIN HAMMER !!!!!

wir trafen einander donnerstag morgens in grub (manfred, reini, thomas und erwin - der im letzten moment noch eine panikattacke hatte und nicht mitfahren wollte) und bewegten uns dann nach neudorf um robert abzuholen.

harald - der seine familie mitnahm - begegnete uns auf der autobahn und bei scheffern stießen noch mark und nadja zu uns.

alles gepäck bei mir ins auto, die anderen zu fünft in reinis auto und ab ging die post.
nach mehreren stunden fahrt trafen wir in peschiera ein, wo wir nebmen unserem freund marcus (ir46) auch noch massimo zanca, unseren italienischen freund, trafen.

er zeigte uns "seine" festung um uns anschließend nach pomponesco zu führen.

Massimo erklärt uns die Festung


dank der tatkräftigen unterstützung meines navigators erwin (standardsatz: "...burschen, da bin ich auch schon geritten"...) fuhr ich prompt auf die falsche auffahrt der autostrada auf. harald ging es nicht anders, der verfing sich in peschieras straßengewirr. nach einiger zeit und mehreren hektischen telefonaten waren wir wieder vereint und kamen in pomponesco an.

der bürgermeister, der professor (organisator) und eine dolmetscherin begrüßten uns am hauptplatz.

Eintreffen und erstes Vorstellen




Bürgermeister von Pomponesco, unser Professor und Massimo von den 14ern


ich hatte eine klein dankesrede - in italienisch - vorbereitet (thomas meinte, an meine aussprache werden sich die noch lange erinnern) und nach dem austausch von geschenken wurde uns der lagerplatz gezeigt.
ein damm mit mehreren ebenen, auf dem wir schnell und koordiniert die zelte aufbauten.

Unser Lager



im anschluß gabs essen in der trattoria: eingelegtes gemüse und gemischte fische, pizza oder pasta, dazu wein und wasser, salate und zum abschluß eis und einen espresso - wir waren im glück!!!!!

freitag vormittag stand die besichtigung von mantua am programm. unsere führerin war nicole, eine tirolerin, die auf professors schule deutsch lehrt. nach einem kurzen mitagessen besuchten wir den platz, wo andreas hofer sein unrühmliches ende fand - und genauso unrühmlich war der ort. ein geschmackloser stein auf mehreren stufen, weit weg vom tatsächlichen geschehen.

Nicole und ihr Professor



Vor dem Palast der Gonzagas




In Bereitschaft


na gut - es ging retour nach pomponesco. im lager angekommen baten wir die trattoria, ob wir unser essen am lagerfeuer einnehmen können und so brachte der gute mann einen riesigen topf spaghetti carbonara, salat, olio und aceto, wein und grappa zu uns und wir aßen, was das zeug hielt.
auch wurde dem vino und dem grappa zugesprochen und so kamen wir zwischen 2 und 1/2 4 früh in unsere schlafsäcke.

ich übernahm am samstag vormittag als corporal die morgenvisite und mußte feststellen, dass es bereits 8.00 uhr war, als wir antraten.

meine sofortige vermutung war, dass die truppe sowohl den gockelhahn geköpft als auch die kirchenglocken des ortes zerstört hatten um länger ausschlafen zu können - wiewohl mir diese entwicklung auch nicht unangenehm war (siehe vino und grappa oben).

harald bekam einen urlaubschein bis 14.30 und fuhr mit seiner familie ins nahegelegen viadanaer stadtbad. wir anderen nahmen uns die freunde vom ir14 vor und trainierten und exerzierten dass die schwarten krachten.

Abgang zum gemeinsamen Exerzieren



der bürgermeister besuchte das lager und wir zeigten ihm, was ein grenadier so alles bei sich trägt (oder tragen sollte)

Der Herr Regimentstambour erklärt seiner Exzellenz, was alles in einem Tornister zu sein hat und als dieser ihn anspricht, setzte er sich vor lauter Schreck auf seine Tonpfeife



nach einem üppigen mittagessen in der trattoria stellten wir uns um ca. 16.00 uhr zum ersten gefecht gegen die franzosen.

die stadt war von den guten (den österreichern) besetzt und die franzosen drangen in den ort ein.

lt. spielplan hätten wir uns auf der linken flanke zurückfallen lassen müssen, da wir in dem freien spiel aber einen gefangen gemacht hatten und einfach supergut aussahen und agierten, hatten wir auf einmal keine feinde mehr.

Unser erster Gefangener



die franzosen agierten alle auf der rechten flanke und besorgten es sich dort ganz gehörig. das wiederum sah der österreichische hauptmann (carlo) und gab den eindeutigen befehl...."take the cannon"..., was wir dann auch taten. die artillerie war so überrascht von unserem auftauchen, dass sie zwar geladen hatte, aber keinen schuß auf uns abgeben konnten. ratz fatz hatten wir sie genommen und standen nun auf der rechten flanke im rücken der franzosen.

und da kam schon im laufschritt der französische oberbefehlshaber zu mir und brüllt mich an, was ich mir erlaube, ich solle mich zurückziehen, ich sei ein spielverderber und bla, bla, bla.....also sind wir im paradeschritt wieder auf unsere seite zurückgegangen, beim publikum vorbei, die uns kräftig applaudierten und damit war für uns die sache vorbei und wir gingen zum gemeinsamen abendessen (pasta, oliven, artschocken, schinken, usw)

am abend , so um 21.00 uhr, mussten wir als zivilisten gekleidet (also ohne uniform-effekten) in den ort gehen und die von den franzosen gefangenen zivis (erwin gehörte auch dazu) herausholen.

da wir mit langen stangen, sensen und dreschflegeln bewaffnet waren, die franzosen immer noch ihre musketen hatten, konnten wir sie nur durch lautes schreien und herumfuchteln beeindrucken. einer der franzosen schoß robert (der übrigens mit einem rock und einer bratpfanne bewaffnet war - ich glaube er nannte sich zu der zeit robertina) mit einer pistole ins gesicht - ein unfall, nicht beabsichtigt aber das spiel wurde kurze zeit später abgebrochen und es stand auch das gefecht um 32.00 uhr auf der kippe.

aber wie die italiener halt so sind, um 23.00 uhr hieß es antreten und gemeinsam mit unseren ir14ern ging es in ein stadtgefecht, dass ca. 1 stunde dauerte.

die italiener waren mit uns im infight nicht zimperlich aber wehe, wir wehrten uns, dann heiß es gleich...."aua, stop, be careful, this hurts"... und so weiter. wie in einem fußballspiel halt. die burschen sind manchesmal reif fürs reinhardt-seminar (bekannteste österr. schauspielausbildungsstätte, falle es jemand nicht weiß).

am sonntag morgen appell.
in meiner funktion als corporal macht mir der regimentstambour meldung, dass der tambourrektrut gremsel als tambour zu bestätigen sei.
ich nehme die gelegenheit war, lasse mir ein paar trommelsignale vorspielen und als ich sehe, dass sich gremsel bewährt, ernenne ich sie vor versammelter mannschaft zum 2. regimentstambour.
anschließend wurden die zelte innen zusammengepackt und um 10.00 uhr der befehl zum antreten zum finalen gefecht gegeben.

wir grenadiere wieder beeindruckend die stiegen runter, aufstellung nehmend in der sonne (die 14ener natürlich im schatten) und wie ein mann agierend. hin zu den franzosen, schießen, bayonettangriff, zurückzeiehen , laden, vorwärts, schießen, bayonettangriff, zurückziehen, laden, usw. usw. - es hat nicht lang gedauert und die franzosen waren vom platz gefegt. anschließend aufstellung am hauptptaz vor dem bürgermeisterhaus. ich seh, dass robert - wo sonst - am balkon steht, gemeinsam mit den stadtgranden.

auf das hinauf nehmen ich unsere burschen, lasse vorgehen - die italiener wissen nicht was los ist - und stelle uns direkt unter den balkon. präsentier und mache dem bürgermeister, den exzellenzen und dem hauptmann auf dem balkon, meine referenz.
wir rufen 3 x laut vivat , gratuleiern den oberbefehlshaber und bitten, wieder zurückmarschieren zu drüfen.

kaum sind wir wieder auf unserem ausgangspunkt, setzten sich sich die 14ener in bewegung, die wollen auch so schön sein wie wir.

kaum stehen sie vor dem balkon, ist der leider leer, denn alle sind hinuntergegangen und gehen, an den nach oben schauenden füsilieren vorbei, kommen zu uns bedanken sich nochmals und laden zum TeDeum (lateinischer gottesdienst - ganz was seltenes) ein.

wir aber gehen ins lager, packen unsere sachen zusammen verstauen alles in den fuhrwerken und als wir fertig sind, begeben wir uns zum gemeinsamen mittagessen.

um ca. 15.00 haben wir den ort mit den leuten, die uns in der kurzen zeit ans herz gewachsen sind, leider verlassen müssen.

es war ein wirklich schönes erlebnis und jeder, der nicht dabei war muß sich in den hinter beissen (symbolich halt, eh klar).

ich kam um 01.00 früh zuhause an und wäre am liebsten am absatz kehrt machend wieder nach pomponesco gefahren.




einige highlights noch zum schluß:


erwin, mit prall gefüllter zivil-uniform war immer und überall. ob als gefangener, als sekundant bei einem fechtduell, oder laut schnarchend in meinem zelt. es war nett, ihn dabei zu haben.

robert, das chamäleon: ob als kupferstecher, regimentsarzt oder fahenträger (vor allem das american t-shirt passt ihm gut) - immer mitten im geschehen.

....und wenns auch nur auf einem Strohballen ist, wo er ist, ist oben !!!!




nicole mit adrian und der kleinen alice. unsere bedenken waren von der ersten sekunde an weggewischt. sie hat sich perfekt in das ganze integriert und ich denke, dass ich das eine oder andere mal sogar ein wohlwollendes schmunzeln auf ihren lippen gesehen hab. harald, kauf ihr eine gewandung und es dauert nicht mehr lange, und sie ist dabei.

marcus, unser tiroler freund vom ir46. die ersten gefechte, die erste veranstaltung überhaupt, das erste mal im zelt und der mann wollte die uniform gar nimmer ausziehen. ich musste immer sagen, er solle doch bei der hitze die weste unter dem rock weglassen........

lg

wolfgang


Zuletzt bearbeitet von event-grenadier am 30.05.2007, 11:16, insgesamt einmal bearbeitet
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regiments-tambour
Corporal



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Anmeldungsdatum: 04.12.2006
Beiträge: 352
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 27.05.2007, 21:29    Titel: Bilder von Pomponesco Antworten mit Zitat

Hier nun auch ein paar meiner Kupferstich-Erinnerungen.

Kaum angekommen wurden alsbald die Handgriffe, gemeinsam mit dem k.k. IR14 exerciert.



Das Lager ward bald aufgeschlagen...



und man konnte nach den langen Strapazen Erholung beim Lagerfeuer finden.



Nach dem ersten treffen mit den Franzosen wurden danach Gefangene ausgetauscht.



Von diesem Erbarmungswürdigen Franzosen waren nicht mal die Schuhe zu gebrauchen.




Die Bürger und >Bürgerinnen< von Pomponesco probten den Aufstand.
Die Mannen des IR3 blieben aber völlig inkognito....



Unser Regimentsarzt mache sich in Friedenszeiten gleich wieder ans Werk seine Luftexperimente weiter zu führen, der Blitz schlug diesmal zum Glück nicht ein.




Aber die vielen hier nicht gezeigten tollen Erlebnisse und die Herzlichkeit, mit welcher wir in Pomponesco aufgenommen wurden, haben eine fixe Nische in meinem alten Soldatenherz.


Euer Tambour,

Reinhard.
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