k.k. Infanterieregiment Nr. 3 "Erzherzog Carl" - 1. Grenadier Compagnie



 

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Belagerung der Festung Hüningen 1796/97 - 1813-1815



 
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Lachnit
Feldwebel



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BeitragVerfasst am: 07.06.2016, 16:58    Titel: Belagerung der Festung Hüningen 1796/97 - 1813-1815 Antworten mit Zitat

... Auszug aus Wikipedia:

Am 17. September 1793 (erster Koalitionskrieg) hinderten österreichische Truppen im Gefecht bei Hüningen die französische Revolutionsarmee daran den Rhein zu überqueren. 1796 kam es dann zur Belagerung der Festung.

Sogleich nach der Schlacht bei Schliengen erhielt Karl Aloys zu Fürstenberg den Befehl, den französischen Brückenkopf bei Hüningen einzunehmen, um so den für das kommende Jahr wieder erwarteten Rheinübertritt der französischen Armee zu erschweren. Nach umfangreichen Vorarbeiten an Belagerungswerken und langen Artillerieduellen versuchten Fürstenbergs Truppen am 30. November 1796 einen ersten Sturm auf den Brückenkopf, der letztlich jedoch blutig zurückgeschlagen wurde. Der französische Kommandant der Festung Hüningen, General Abbatucci wurde bei den Kämpfen tödlich verwundet.

Im Laufe der Kämpfe verletzten österreichische Truppen die schweizerische Neutralität. Nach der Einnahme des französischen Brückenkopfs bei Kehl am 10. Januar 1797 verlegten die österreichischen Truppen ihre schweren Belagerungskanonen vor Hüningen. Nach weiteren schweren Kämpfen kapitulierte der französische General Francois Marie Dufour am 1. Februar 1797 und übergab den Brückenkopf, der dann geschleift wurde. Obgleich zuverlässige Angaben fehlen, deuten die Schilderungen darauf hin, dass die Kämpfe um den Brückenkopf für beide Seiten verlustreicher waren als die Schlacht bei Schliengen.

Insgesamt gab es drei Belagerungen der Festung Hüningen - die nächste erfolgte 1814

Am 22. Dezember 1813 wurde die Festung durch Truppen unter dem bayrischen General Carl Philipp von Wrede eingeschlossen, nachdem die verbündeten Truppen den Rhein in Basel überschritten hatten. Erst im Oktober 1813 – kurz vor der Völkerschlacht bei Leipzig – hatte sich Bayern der Allianz gegen Napoleon angeschlossen, wobei Wrede diese politische Wendung mit forciert hatte.

In der Festung befanden sich 3600 Soldaten und ca. 800 Zivilisten; Kommandant der Festung war Oberst Jean Hugues Theophile Chancel. General Wrede zog Mitte Januar mit dem Hauptteil seines Korps samt Artillerie über die Vogesen und ließ eine Belagerungstruppe von 2500 Mann unter Karl Freiherr von Zoller zurück.

Am 5. April 1814 wurde das Vorwerk mit dem Maschikuliturm und der ihn umgebenden Schanze durch heftiges Geschützfeuer in Trümmer gelegt. Anschließend wurde das südliche Hornwerk beschossen und erstürmt. Die danach vom 6.–10. April andauernden Artilleriegefechte wurden am 10. April durch einen Waffenstillstand unterbrochen. Am 11. und 12. April wurde die Festung wieder mit 106 Geschützen beschossen und schwer beschädigt.

Am 12. April 1814 dankte Napoleon bedingslos ab.

Am 16. April zogen die Truppen der Allianz in die Festung ein, die entsprechend einem Waffenstillstandsabkommen vom 15. April 1814 nun zusammen mit den Franzosen besetzt wurde. Die russischen Großfürsten Nikolaus und Michael waren dabei anwesend. Am 8. Juni 1814 verließen die bayrischen Truppen die Festung wieder und überließen diese den Franzosen unter deren Festungskommandanten Oberst Jean Hugues Chancel.

Belagerung und Einnahme der Festung Hüningen 1815.

Gleich zu Beginn der Herrschaft der Hundert Tage die mit Napoleons Rückkehr von Elba am 1. März 1815 begann, erklärte sich auch die Garnison Hüningen für Napoleon. Am 25. März schlossen Großbritannien, Österreich, Russland und Preußen erneut einen Koalitionsvertrag gegen Napoleon, worauf die Besatzung in Hüningen verstärkt und der Ausbau der Befestigungen begonnen wurde. Am 20. Mai 1815 schloss sich die Schweiz den Alliierten an. Am 15. Mai 1815 übernahm Joseph Barbanègre das Oberkommando in Hüningen - wobei Jean Hugues Chancel Festungskommandant blieb - und am 11. Juni wurde Soldaten und Bürgern von Hüningen sämtlicher Verkehr mit Basel – dem natürlichen Zentrum der Region – untersagt.

Nach der Niederlage in der Schlacht bei Waterloo am 18. Juni 1815 dankte Napoleon am 22. Juni 1815 ab. Am 25. Juni erreichte Hüningen eine Nachricht von Generalleutnant Claude-Jacques Lecourbe, der die Abdankung von Napoleon und den Beginn von Friedensverhandlungen mitteilte. Am 26. Juni 1815 überschritten die österreichischen Truppen unter Erzherzog Ferdinand mit 130.000 Mann den Rhein in Basel und fielen in das Elsass ein.

Am 27. Juni wurden die französischen Truppen bei Burgfelden nahe Hüningen angegriffen. Österreichische und schweizerische Truppen bildeten einen Belagerungsring um Hüningen, konnten aber mangels schwerer Artillerie noch nicht wirkungsvoll gegen die Festung vorgehen. Das Kommando über das Belagerungskorps hatte Feldmarschall-Lieutnant Mariassy, das Oberkommando hatte Erzherzog Johann.

Am 28. Juni zündeten österreichische Verbände Häuser in einigen elsässischen Ortschaften an, worauf die Festungsartillerie die Basler Stadtteile St. Johann und St. Peter beschoss. Der Juli begann mit einigen Artillerieduellen. Eine Aufforderung zur Kapitulation lehnte Barbanègre am 3. Juli ab. Bis 7. Juli waren von den anfangs ca. 2000 Mann der Festungsbesatzung 385 desertiert. Nachdem am 11. Juli eine weitere Kapitulationsaufforderung abgelehnt wurde, begannen die Österreicher nun die Festung mit Artillerie zu beschießen. Die Schweiz wurde aufgefordert, die noch fehlende schwere Artillerie zur Verfügung zu stellen, was bis 15. Juli erfolgte. Barbanègre suchte die Verbreitung von Nachrichten über die Rückkehr von Ludwig XVIII. auf den französischen Thron zu verhindern und lehnte am 20. Juli eine erneute Aufforderung zur Kapitulation ab, während sich seine Besatzung durch weitere Desertationen zunehmend reduzierte. Am 22. Juli schlossen die Generale Lecourbe und Rapp mit den Österreichern einen Waffenstillstand der auch die Festung Hüningen mit einschloss.

Gleichwohl wurde Basel am 26. Juli wieder von der Festung aus beschossen. Nun wurde weiteres schweizerisches Geschütz in Klein-Hüningen aufgebaut, und ab 6. August griffen schweizerische Scharfschützen direkt in den Kampf ein, nachdem die Schweizer bisher nur ihre Vorposten besetzt hatten. Am 17. August stimmte endlich auch die schweizerische Tagsatzung dem aktiven Einsatz der 5000 Mann starken schweizerischen Verbände bei Basel zu. Die politische Situation in Frankreich erschien weiterhin verworren und noch am 13. August werden anti-royalistische Umtriebe aus Belfort und Hüningen berichtet.

Abzug der Garnison aus der Festungen Hüningen 1815
Das österreichische Belagerungskorps zählte 12.000, zusammen mit den schweizerischen Verbänden rund 17.000 und verfügte nun über 110 Kanonen, Haubitzen und Mörser. Die große Anzahl von Truppen wurde nicht für Angriffe benötigt, sondern für das Ausheben der Laufgräben, was zur Beschleunigung in Schichten erfolgte. In der Festung befanden sich zunächst etwa 2400 Mann mit ca. 100 Geschützen.

Am 17. August traf Graf Wilhelm von Hochberg in Basel ein und erhielt von Erzherzog Johann das Kommando über eine der beiden Divisionen des Belagerungskorps. Der Angriff auf die Festung begann in der Nacht vom 17. auf den 18. August 1815. Die Festungsartillerie beantwortete nicht nur den Beschuss durch die Belagerungsartillerie, sondern nahm auch Klein-Hüningen und Basel mehrfach unter Feuer.

Am 24. August begannen Verhandlungen, während derer Waffenstillstand herrschte. Am 26. August wurden jedoch die Kampfhandlungen wieder aufgenommen und die Festung wurde nun ganztägig unter heftigen Beschuss genommen, so dass Barbanègre am Ende des Tages schließlich doch die Kapitulationsurkunde unterzeichnete, die die Übergabe der Festung und Waffen bei ehrenvollem Abzug der Garnison beinhaltete.


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