k.k. Infanterieregiment Nr. 3 "Erzherzog Carl" - 1. Grenadier Compagnie



 

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Kriegsführung um 1809 - Teil 2: die Kavallerie



 
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event-grenadier
Gast







BeitragVerfasst am: 21.01.2007, 20:24    Titel: Kriegsführung um 1809 - Teil 2: die Kavallerie Antworten mit Zitat

Kriegsführung um 1809

Teil 2: Die Kavallerie



österr. Kürassiere



Organisatorisch ist sie zusammengefasst in:
Schwadron (Züge) oder Kompanie
( ca. 150 Mann Ö; 100-125 Mann F)

Division/Eskadron
( 2 Schwadronen, 300Mann)

Kavallerie-Regiment
( 3 Divisionen, 900 Mann)

Brigade
( 2 Kavallerie-Regimenter, 1.800 Mann)

Division
( 2 – 3 Brigaden, 3.600 – 5.400 Mann)

Als Bewaffnung wurden bei den Österreichischen Einheiten der Säbel verwendet.

österr. Kavalleriepallasch




Zusätzlich hatten die Husaren und Chevauxlegers einen Karabiner.


Chevauxlegers



Mit diesem erfolgte der gezielte Visierschuß auf 60 Schritt1 (45 m). Die Höchstschuss-weite betrug 150 Schritt (113 m). Die Dragoner verwendeten außerdem ein schwereres Modell.
Vor allem zum Plänkeln erwies sich der Karabiner als nützlich, obwohl er sonst beim Kavalleriegefecht, mangels Gelegenheit ruhig zu zielen, kaum Verwendung fand.


Kürassiere und Ulanen hatten pro Schwadron (also für je 150 Mann) 16 Karabiner. Die Hauptwaffe der Ulanen aber war die über 2 m lange Pike.


Schwere Kavallerie war hauptsächlich durch schwere Pferde von der leichten zu unterscheiden.
Als österreichische schwere Kavallerie sind anzusehen: Kürassiere und Dragoner, bei den Franzosen galten die Cuirassiers und Carabiniers als schwere, die Dragoner als mittlere Kavallerie.
Österreichische leichte Kavallerie setzte sich zusammen aus Chexauxlegers, Husaren und Ulanen. Bei den Franzosen waren es Jäger zu Pferd (Chasseur a Cheval), Husaren sowie die Gardekavallerie (ausgenommen Dragoner).


Die Geschwindigkeit auf dem Schlachtfeld betrug
im Schritt 120 Schritt / Minute
(entspricht rd. 5,4 km/h)

im Trab 240 Schritt / Minute

(entspricht rd. 11 km/h)

im Galopp 480 Schritt / Minute
(entspricht rd. 22 km/h)

im Carriere (Chok) 500 Schritt / Minute
(entspricht rd. 23 km/h, wurde aber nur auf die letzten 40 m vor dem Aufprall eingesetzt)


Grundsätzlich wurde die Kavallerie in 2 Gliedern aufgestellt (vor 1809 in 3 Gliedern), da das 3. Glied nicht mehr in der Lage war, den Chok zu verstärken (die Pferde bäumten sich auf).

Formationen:
1) Ligne plaine (en muraille)
für den Kampf gegen Kavallerie.



Ein 2. Treffen wurde 500 – 600 Schritt ( ca. 420 m) hinter dem ersten plaziert um auf der Flucht nicht mitgerissen zu werden. Der Nachteil war, dass bereits leichte Geländehindernisse, Angst oder das Melèe als solches, ein Chaos entstehen ließen.

Es gab auch eine etwas aufgelockerte Form, bei welcher zwischen den Divisionen 12 Schritt (9 m) Abstand gelassen wurde.



2) Bei der en echiquier besteht der Vorteil darin, dass das 2. Treffen erst nach dem ersten Feuer zum Angriff kommt. Die Abstände der Treffen gegen Kavallerie betragen 250 Schritt (188m) und gegen Infanterie 150 Schritt (112m)




3) Vor allem für Überflügelungen wurde die Formation en échelon gewählt




4) Die Kolonne.




5) Die Straßenkolonne war ca. 450 Schritt (337m) tief


Allgemein sei noch bemerkt, dass immer Reserven gebildet werden sollten, da nach einem Melée immer Unordnung herrschte und die linke Flanke einen Schwachpunkt darstellte.



LEGENDE

1. 1 Schritt = 75 cm



hauptsächliche Quellen:
DEMIAN, Anleitung zum Selbststudium der milit. Dienstwissenschaft, 3 BD, wien 1807-1809
E.MAYERHOFFER v. VEDROPOLJE, Geschichte der Kämpfe Österreichs, Der Krieg 1809, 1. Bd.
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Husar
Freiwilliger



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Anmeldungsdatum: 09.12.2006
Beiträge: 5
Wohnort: Ober-Ungarn

BeitragVerfasst am: 23.01.2007, 02:44    Titel: Antworten mit Zitat

... und wo sind husaren,ha? Böse
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Nuthong
Gast







BeitragVerfasst am: 01.02.2007, 14:36    Titel: Antworten mit Zitat

Im Hinterland, da wo sie meistens sind Sehr glücklich
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KAVALLERIST
Freiwilliger



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 01.08.2008
Beiträge: 4
Wohnort: Mistelbach

BeitragVerfasst am: 07.01.2009, 19:49    Titel: Antworten mit Zitat

So schnell können Pferde sein:

Schritt = 5-6 km/h

Trab = 15 km/h

Galopp = 20-30 km/h

Trabrennen = 50-60 km/h

Flachrennen = 60-80 km/h

Carriere bedeutet volles Rohr, wird demnach bei Standardkavalleriepferden bei rund 40 km/h gelegen haben

Yeah Masse mal Geschwindigkeit gggg

550 kg mal 40 km/h mal ca. 150 (Eskadron) bis 1000 (Regiment) Reitern -boa ey
macht das Matsch
Winken Geschockt
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Lachnit
Feldwebel



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 07.06.2008
Beiträge: 619
Wohnort: Wien 22 - Essling

BeitragVerfasst am: 07.01.2009, 23:29    Titel: Kavallerie Antworten mit Zitat

... ist schon sehr beeindruckend was PS ausmachen !

Zum letzten Beitrag "Masse mal Geschwindigkeit" fällt mir noch ein:

- tonnenweise Gigerer - Mahlzeit !
_________________
viribus unitis IR3
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KAVALLERIST
Freiwilliger



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 01.08.2008
Beiträge: 4
Wohnort: Mistelbach

BeitragVerfasst am: 08.01.2009, 23:53    Titel: Antworten mit Zitat

ad Tonnenweise Gigera

Also nach gewonnener Schlacht lief der kleine hungrige Soldat der das Glück hatte zu überleben und noch über all seine Gliedmaßen verfügte, über das Schlachtfeld, suchte von all dem rumliegenden Frischfleisch jenes heraus, von dem er am ehesten annehmen konnte, das es ursprünglich ein Gigera war (und keine Grenadiersstelze), und warf es sich auf den Grill - Ausnahmen bestätigen die Regel

Afterbattlebarbecue
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