k.k. Infanterieregiment Nr. 3 "Erzherzog Carl" - 1. Grenadier Compagnie



 

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LEIPZIG - 200 Jahre Geschichte



 
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Lachnit
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BeitragVerfasst am: 22.09.2013, 22:54    Titel: LEIPZIG - 200 Jahre Geschichte Antworten mit Zitat

Ein großer Tag ist gekommen !
Wackere Krieger !
Das Vaterland rechnet auf Euch !


Noch jedesmahl so oft sein Ruf an Euch erging, habt Ihr sein Vertrauen gerechtfertiget. Alle Bemühungen unsers Kaisers, den lange entbehrten Frieden in Europa wieder herzustellen, die Ruhe und Wohlfahrt der Monarchie, von der Ruhe und Wohlfahrt unserer Nachbarn unzertrennlich, auf einer dauerhaften Grundlage zu befestigen, waren umsonst.

Weder ausharrende Geduld; noch versöhnende Vorstellungen, noch die vertrauensvolle Hingebung der übrigen kriegführenden Mächte in des Kaisers Rathschläge und Maßregeln, nicht konnte den Sinn der französischen Regierung zur Mässigung und Billigkeit neigen.

An dem Tage, wo Österreich sich laut für die Sache des Rechtes und der Ordnung erklärte, übernahm es auch die Verbindlichkeit, für diese größten aller Güter zu kämpfen.

Wir unternehmen den Kampf nicht allein. Wir stehen in einer Reihe mit allem, was Europa dem mächtigen Widersacher seiner Freyheit und Ruhe Großes und Wirksames entgegen zu stellen hat. Österreich, Rußland, Preussen, Schweden, England, Spanien.

Alle richten Ihre vereinten Anstrengungen auf einen gemeinsamen Zweck, auf einen wohlgegründeten dauerhaften Friedenstand, eine billige Vertheilung der Kräfte unter den Staaten, die Unabhängigkeit jeder einzelnen Macht.

In einem so heiligen Kriege müssen wir mehr als jemahls die Tugenden bewähren, durch welche unsere Armee in so manchen früheren Kriegen geglänzt hat. Unbedingte Bereitwilligkeit für Monarchen und Vaterland alles aufzuopfern, hoher Gleichmuth in guten und bösen Tagen, Entschlossenheit und Ausdauer auf dem Schlachtfelde, Mäßigung und Schonung gegen Wehrlose, diese müssen allenthalben einheimisch unter Uns seyn.

Waffenbrüder !
In Euren Reihen habe ich die Jahre verlebt, welche ich dem Dienste des Vaterlandes weihte: ich erkenne, ich ehre in Euch die Tapfern, die in rühmlichen Schlachten kämpften, und die, die Ihnen nachstreben: ich vertraue Euch !

Mich wählte aus Euerer Mitte der Monarch ! Seine Huld stellte mich an Euere Spitze; Sein Vertrauen mit dem Eurigen vereint, sind meine Stärke !

Wie jeder Einzelne dem Ganzen dienen soll, wird durch den ihm vorgeschriebenen Wirkungskreis bestimmt; aber in jeder Verstimmung, aus jedem Standpuncte, in jeder entscheidenden Stunde immer das Beste und Größte zu thun, - das ist der Entschluß, der uns alle verbinden, Uns alle gleich machen, Uns alle zu demselben glorreichen Ziele erheben muß.

Der Kaiser bleibt unter Uns; denn Uns hat Er das Höchste vertrauet: die Ehre der Nation, den Schutz des Vaterlandes, die Sicherheit und Wohlfahrt der Nachkommen. Denkt, Krieger, daß ihr vor Gott, der die gerechteste Sache nicht verlassen wird, unter den Augen eines väterlich-fühlenden Monarchen, unter den Augen Euerer dankbaren Mitbürger, im Angesichte von Europa, das große Thaten und großes Heil nach langen Leiden von Euch erwartet, in den Kampf gehet !

Denkt, daß Ihr fliegen müsset, um diese Erwartungen zu rechtfertigen; kämpft, wie es Österreichs Krieger ziemt, und Ihr werdet fliegen !

Carl Fürst von Schwarzenberg, Feldmarschall


... Aufruf an die Armee, 17. August 1813
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Andreas_P
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BeitragVerfasst am: 23.09.2013, 15:47    Titel: Antworten mit Zitat

Wie schön! Da schlägt jedes Kriegerherz gleich höher!
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Lachnit
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BeitragVerfasst am: 25.09.2013, 08:37    Titel: Leipzig - die Geschichte vor 200 Jahren 1. Teil Antworten mit Zitat

Hauptquartier Töplitz den 12. September 1813. Abends 10 Uhr.

So eben langt ein zweyter Courier aus dem schwedischen Hauptquartiere vom 9. An, und bringt die Nachricht, daß die Franzosen nach der Schlacht von Dennewitz bis unter die Kanonen von Torgau verfolgt worden sind, wo ihnen Oberst Pahlen noch 500 Mann, und zwey Kanonen abnahm.

Die Armee des Kronprinzen hatte bereits Mühlberg, Senftenberg und Elsterwerda besetzt. Die Zahl der eroberten Kanonen belief sich bey Abgang des Couriers auf 75, die der Munitionswägen auf 400; Gefangene waren 10 bis 12000 eingebracht.

Von der Niederelbe war die Nachricht eingegangen, daß sich Marschall Davoust nach Hamburg zurück gezogen habe. General Wallmoden, der bey Abgang der letzten Nachrichten in Boißenburg stand, hatte ihm auf seinem Rückzug 1000 Gefangene abgenommen, auch war zu dem General Wallmoden ein ganzes Bataillon Würtemberger übergegangen.

Heute Nachmittags wurde hier im Feldlager der vereinigten Armee, wegen des bey Dennewitz glorreich erforchtenen Sieges ein feyerliches Te Deum abgesungen, und die Kanonen gelöst.
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Lachnit
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BeitragVerfasst am: 30.09.2013, 08:38    Titel: Leipzig - die Geschichte vor 200 Jahren - 2. Teil Antworten mit Zitat

Hauptquartier Töplitz, den 15. September 1813.

Seyne Durchlaucht der commandirende General Fürst von Schwarzenberg hat eine starke Recognoscirung des Feindes für nöthig befunden, und ließ daher die auf der Straße von Nollendorf stehenden Corps des Generals Grafen von Wittgenstein und Feldzeugmeisters Hieronymus Grafen Colloredo gegen Nollendorf vorrücken.

Man hoffte, der Feind werde sich in seiner Stellung halten, und hatte zu diesem Zwecke die Colonne des Grafen Colloredo über Breitenau, und die des Prinzen August von Preußen über Ebersdorf in die rechte Flanke des Feindes detaschirt, während der Herzog von Würtemberg und der General Graf Pahlen seine Fronte, und seine linke Flanke angreifen sollten.

Der Feind hatte jedoch sein Geschütz bereits zurückgebracht, und vertheidigte sich bloß mit Infanterie. Der tapfere General Graf Pahlen griff diese ohne die übrigen Truppen abzuwarten, schnell mit dem Isum´schen und Lubinskischen Husaren-Regiment an, wobey ein feindliches Bataillon ganz niedergehauen, ein anderes gefangen wurde.

General von Thielemann hat sich von Altenburg auf Weissenfels gewendet, und diesen Ort, der mit Infanterie und Artillerie besetzt war, forcirt. Ein Brigade-General, 1 Oberster, 37 Officiers und 1254 Gemeine fielen in seine Hände.

Oberst Graf von Mensdorf machte in Wurzen zwischen Leipzig und Dresden mehrere hundert Gefangene. Unter diesen befindet sich ein französischer Courier, welcher das Postpacket der französischen Armee nach Paris führen sollte; einige Tausend Briefe, und mehrere wichtige Depeschen fanden sich bey ihm.

Man erfuhr unter andern aus diesen Briefen, daß die neue Garde, und vorzüglich ihre Artillerie, in den Gefechten bey Dresden außerordentlich gelitten hatten. Die Generäle Vachot und Siebier sind geblieben; die Generäle Dumoustier, Dental, Gros, Boieldieu, Maison, Veen und Andere sind schwer verwundet.

Übrigens vereinigen sich alle diese Schreiben dahin, den traurigen Zustand der französischen Armee und ihre Hoffnungslosigkeit zu schildern.

Die Straßen von Dresden und Torgau nach Erfurt sind mit französischen Flüchtlingen und Traineurs bedeckt.
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Lachnit
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BeitragVerfasst am: 03.10.2013, 22:08    Titel: Leipzig - die Geschichte vor 200 Jahre - 3. Teil Antworten mit Zitat

Hauptquartier Töplitz, den 19. September 1813.

Der Kaiser Napoleon hatte am 16. September einen großen Theil der Reste, welche ihm von den Armeen gegen den General von Blücher und den Kronprinzen von Schweden übrig blieben, mit dem 1., 2. Und 14. Armee-Corps vereinigt, und war an der Spitze seiner Garden bis gegen Nollendorf vorgerückt.

Die Aussagen der Gefangenen, und besonders die Vorbeeitungen des Feindes, ließen keinem Zweifel Raum, daß er eine ernsthafte Operation auf Böhmen, unter der persönlichen Leitung des Kaisers, beabsichtige. Er ließ zu diesem Zwecke am 17. Mittags seine Colonnen gegen Nollendorf herabdefiliren.

Seyne Durchlaucht der commandirende General, Fürst Schwarzenberg, hatte befohlen, daß sich alle Vorposten bis in die Stellung von Culm zurückziehen sollten, um den Feind daselbst zu erwarten.

Die Dörfer Arbessau, Delisch, Knienitz und Jonsdorf, wurden ihm überlassen. Es begann eine sehr lebhafte Kanonade. Die Corps des Feldzeugmeisters Grafen Colloredo und Merveldt defilirten über Deutsch-Neudorf und über Knienitz in des Feindes linke Flanke, während der Graf von Wittgenstein die Preußen unter dem General von Ziethen mit Infanteriemassen auf die Fronte des Feindes vorrücken ließ.

Der Feind entwickelte immer mehr Streitkräfte. Es mußte ihm alles daran liegen, Terrain zum Debouchiren zu gewinnen. Die Cavallerie der Garden attakirte mit vieler Entschlossenheit unsere Batterien, während die französischen Infanteriemassen auf allen Seiten ein mörderisches Feuer machten.

In diesem wichtigen Augenblicke sprengte eine Escadron Hessen-Homburg Husaren, von der tapfern preussischen Cavallerie unterstützt, mit der ihnen eigenen Entschlossenheit in die feindlichen Reihen.

Die österreichischen Infanteriemassen folgten ihnen mit der tapfersten Kaltblütigkeit. Der Feind wurde überall zurückgeworfen, und in der größten Unordnung auf die Höhen von Nollendorf zurückgetrieben.

Der französische General Kreuzer, 7 Kanonen und 1 Fahne fielen in unsere Hände. Die Anzahl der Gefangenen beläuft sich über 2000. Ein dichter Nebel, und die Dunkelheit der Nacht, retteten die feindlichen Colonnen vom unvermeidlichen Verderben.

Der Kaiser Napoleon soll selbst in ihrer Mitte gewesen, und nach Aussage der Gefangenen, ihm ein Pferd blessirt worden seyn.

Nach den französischen Bulletins ist die französische Armee auf allen Puncten siegreich, und im Vorrücken. In der Wirklichkeit hat sie das rechte Elbe-Ufer größten Theils verlassen, und bisher drey Versuche gemacht, nach Böhmen einzudringen, welche alle zum Verderben der vorgedrungenen Corps gereichten.

Alle Nachrichten über den Stand der französischen Armee im Erzgebirge stimmen darin überein, daß sie dem schrecklichsten Mangel Preis gegeben ist, täglich aus Mangel an Fourage hunderte von Pferden verliert, und sich vom Pferdefleische nährt.

Seyne kaiserliche Hoheit der Großfürst Constantin befanden sich während des Gefechtes im größten Kugelregel unter der Avantgarde. General Graf Wittgenstein, der Herzog Würtemberg, die Feldzeugmeister Grafen Merveldt und Colloredo, der General von Ziethen, der Feldmarschall-Lieutnant Aloys Lichtenstein, die Oberstlieutnants Symony, Lougier und Czorich, welcher Letzterer vom Anfange des Gefechtes mit vieler Thätigkeit wirken konnte, der Major Louis Geppert, und der Rittmeister Döry hatten besondere Gelegenheit sich auszuzeichnen.

Die drey verbündeten Armeen fochten an diesem Tage abermahls, von demselben Geiste beseelt, brüderlich vereint.

Seyne Russisch-Kaiserliche Majestät haben noch in der Nacht nach dem Gefechte dem Feldzeugmeister Grafen Colloredo das Kreuz des militärischen St. Georgen-Ordens dritter Classe, und dem Feldmarschall-Lieutnant Fürst Aloys Lichtenstein einen goldenen, mit einer brillantenen Aufschrift gezierten Ehren-Degen zugesendet.

Nach so eben aus Danzig eingegangenen Nachrichten sind die Parallelen vor dieser Festung schon eröffnet.
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BeitragVerfasst am: 09.10.2013, 20:28    Titel: Leipzig - die Geschichte vor 200 Jahren - 4. Teil Antworten mit Zitat

Hauptquartier Töplitz, den 19. September 1813 - Nachtrag.

Zu Folge vorläufigen aus dem k.k. Hoflager heute in der Früh allhier eingetroffenen Nachrichten, vom 19. des laufenden Monats um 6 Uhr Morgens, haben die alliierten Armeen am 16. und 18. dieses, in der Gegend von Leipzig, einen vollständigen Sieg über die französische Armee erfochten.

Die umständlichen Details dieser großen Schlacht wurden noch im k.k. Hauptquartier gesammelt, um gleich durch einen zweyten Courier anher befördert zu werden, der allhier seinen feyerlichen Einzug halten soll. Die schon bekannten Trophäen dieser großen Schlacht, bestanden beym Abgang des Couriers in 90 Kanonen.

Die vereinten Armeen des Fürsten von Schwarzenberg, Seiner königlichen Hoheit des Kronprinzen von Schweden, der Generale von Blücher und Bennigsen haben auf einem und dem nähmlichen Schlachtfelde gekämpft, und den Feind aus allen seinen Stellungen vertrieben, indem sie ihn auf Leipzig zurück warfen.

Der Feind trat seinen Rückzug über Werseburg Weissenfels an, und wurde von den alliirten Armee cotojirt und verfolgt.

Die Resultate dieses Sieges sind unermeßlich. Alle alliirten Armeen haben mit gleicher Tapferkeit und Ruhm gefochten.

Ihre Majestäten, die Kaiser von Österreich und Rußland, dann der König von Preußen, haben nicht einen Augenblick das Schlachtfeld verlassen.

Seine Majestät der Kaiser haben den Commandirenden en Chef, F.M. Fürsten von Schwarzenberg, auf dem Schlachtfelde mit dem Großkreuz des Marien-Theresien-Ordens decorirt.

Zwey königliche Würtembergische Cavallerie-Regimenter, unter dem Generale von Normann, dann 2 königlich sächsische Cavallerie-Regimenter, nebst 7 Bataillonen Infanterie und 2 Batterien mit dem General von Rüffel, gingen während der Schlacht zu den Fahnen der Alliirten über.

Eine nachträgliche Meldung vom 19. um 10 Uhr Morgens erwähnt der lebhaften Verfolgung des Feindes auf seinem eiligen Rückzuge.

General der Cavallerie Graf Klenau für sich hatte ihn am nähmlichen Morgen bereits 3 Kanonen und 30 Pulverwägen abgenommen. Überall fand man im Stiche gelassene Artillerie hin und her zerstreut.

Ein königlich baierischer Courier hatte die Nachricht in das k.k. Hauptquartier gebracht, daß der commandirende General der Cavallerie, Graf von Wrede, am 24. Dieses mit der vereinten österreichisch-baierischen Armee in Würzburg eintreffen werde.
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Lachnit
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BeitragVerfasst am: 12.10.2013, 11:40    Titel: Leipzig - die Geschichte vor 200 Jahren - 5. Teil Antworten mit Zitat

Hauptquartier Rötha, den 19. October 1813.

Der Kaiser Napoleon hatte am 15. des Monats seine ganze Macht bey Leipzig versammelt, seinen rechten Flügel bey Konnewitz, das Centrum bey Probsthayda, und den linken Flügel bey Stötteritz aufgestellt, und vor der Fronte die Dörfer Delisch, Wachau und Holzhausen stark besetzt. Gegen die Armee des Generals der Cavallerie von Blücher, hatte er zwey bis drey Armee-Corps, worunter sich auch ein Theil der Garde befand, aufgestellt.

Das Corps des Generals Reynier, welches durch Detachements von andern Corps verstärkt wurde, war an diesem Tage noch bey Wittenberg, wo es die Elbe passirt hatte, um auf dem rechten Ufer Demonstrationen gegen Roßlau zu unternehmen.

Es wurde beschlossen, den Feind mit der Haupt-Armee und mit der Armee des Generals Blücher, welcher bey Skauditz angekommen war, den 16. Morgens anzugreifen. General Blücher drang von Skauditz über den Parthy-Bach gegen Leipzig vor.

F.Z.M Graf Giulay rückte von Lützen gegen Lindenau, der General der Cavallerie, Graf Meerveld, und das österreichische Reserve-Corps von Pegau über Zwickau in der Richtung von Konnewitz, der General der Cavallerie, Graf Wittgenstein, mit den Corps des Generals von Kleist, und des Generals der Cavallerie, Grafen Klenau, aus seiner Stellung über Gröbern und Gossa gegen Libertwolkwitz.

Der Angriff der Haupt-Armee begann um 8 Uhr früh. Der Feind entwickelte eine Streitkraft von 140 bis 150,000 Mann; er schien besonders unsern rechten Flügel debordiren zu wollen, und zeigte bey Libertwolkwitz sehr große Cavallerie-Massen.

Die Schlacht begann auf allen Puncten mit einer äußerst heftigen Kanonade; mehr als 1000 Feuerschlünde spielten gegen einander.

Der Angriff von Konnewitz war en Fronte nicht ausführbar, weil der Feind die Brücke und den Damm mit viel Geschütz und Infanterie vertheidigte, und das Terrain es unmöglich machte, Geschütz dagegen aufzufahren.

Sobald man sah, daß derselbe mehrere große Angriffs-Colonnen gegen das Centrum, und den äußersten rechten Flügel in Bewegung setzte, ließ der en.Chef commandirende F.M. Fürst von Schwarzenberg, das ganze österreichische Reserve-Corps, unter dem General der Cavallerie, Erbprinzen von Hessen-Homburg, über Gaschwitz und Deuben auf das rechte Ufer der Pleyße übersetzen, und vor Gröbern aufmarschiren.

Der General der Cavallerie, Graf Wittgenstein, der General von Kleist, und der General der Cavallerie, Graf Klenau, wiesen alle Angriffe des Feindes zurück.

Der General en Chef, Barclay de Tolly unterstützte das Centrum mit den Grenadier-Corps und einigen Cavallerie-Regimentern der Garde. Bey dieser Gelegenheit eroberte das Kleistische Corps 5 Kanonen.

In dem Augenblicke als die Tete der österreichischen Reserve-Cavallerie unter dem F.M.L. Grafen Nostitz aus Gröbern debouchirte, war es dem Feinde gelungen, auf dem linken Flügel mit einer großen Cavallerie-Masse, unterstützt von mehreren Corps Infanterie bis nahe an Gröbern vorzudringen.

Der F.M.L. Graf Nostitz verlor keinen Augenblick, stürzte sich mit seiner Cavallerie auf die feindliche, warf sie über den Haufen, hieb in mehrere Quarres ein, und zersprengte sie gänzlich.

Der Erbprinz von Hessen-Homburg rückte mit der Division des F.M.L. Bianchy, welche gleich nach der Cavallerie aus Gröbern debouchirt war, bis auf die Höhe von Markt-Kleeberg vor. Der F.M.L. Bianchy dirigirte das Feuer seiner Artillerie in die Flanke der feindlichen Linien, schlug sie zurück, und eroberte 8 Kanonen.

Der Feind unternahm nun mit einer außerordentlichen Kühnheit einen Angriff auf den rechten Flügel; seine Absicht war ihn vom Centrum zu trennen.

Der General der Cavallerie, Graf Wittgenstein, und der General der Cavallerie Graf Klenau empfingen ihn abermahls mit der größten Kaltblütigkeit, und selbst als er mit seiner Cavallerie-Colonne bis nahe vor Cossa vorgedrungen war, behaupteten die russischen Grenadiers ihre Stellung unerschütterlich.

Das wohl dirigirte Feuer der Artillerie und eine glänzende Attaque des Garde-Kosakenregimentes unter Anführung des General-Adjutanten Seiner Majestät des Kaisers aller Reußen, Generals Grafen Orloff-Denisoff, zwang den Feind wieder zum Rückzug bis hinter Wachau.

Der en Chef commandirende Feldmarschall befahl nun eine allgemeine Vorrückung, um ganz Meister des Plateaus von Wachau zu werden.

Die russischen Garden und die österreichische Grenadier-Division Weissenwolf wurden zur Unterstützung dieses Angriffs bestimmt, wodurch der Feind über seine erste Aufstellung zurückgedrängt wurde.

Der General der Cavallerie Graf Meerveldt hatte den Auftrag, den Übergang über die Pleyße im Rücken des feindlichen rechten Flügels bey dem Dorfe Konnewitz zu forciren. Gegen Abend gelang es dem bemeldeten General der Cavallerie, nach den äußersten Anstrengungen, über den Fluß zu setzen; eine große feindliche Übermacht brachte jedoch das übergesetzte Bataillon zum Weichen. Das Pferd des Generals Grafen Meerveldt wurde getötet, er selbst erhielt eine leichte Schußwunde; und wurde gefangen.

Der F.M.L. Aloys Fürst Lichtenstein behauptete den ganzen Tag mit einem Theile des Meerveldt´schen Corps seine Stellung gegen die heftigsten Angriff.

Der F.Z.M. Graf Giulay drang bis Lindenau, wo der Feind durch das Terrain begünstigt, den hartnäckigsten Widerstand leistete, vor, und eroberte hierbey 2 Kanonen.

Der General der Cavallerie von Blücher schlug seinerseits den Feind, vertrieb denselben aus Möckern, eroberte 1 Adler von der Marine-Garde und 30 Kanonen, und machte 2000 Gefangene.

Die Nacht machte der Schlacht an diesem Tage ein Ende.

... Fortsetzung folgt ...
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BeitragVerfasst am: 13.10.2013, 11:15    Titel: Leipzig - die Geschichte vor 200 Jahren - 6. Teil Antworten mit Zitat

... Fortsetzung: Hauptquartier Rötha, den 19. October 1813.

Der General der Cavallerie, Freyherr von Bennigsen, welcher nach Hinterlassung eines hinlänglichen Armee-Corps vor Dresden zur Haupt-Armee im Anmarsche war, konnte der größten Anstrengung ungeachtet am folgenden Tage, den 17. nicht weiter als bis Kolditz, und der F.Z.M. Graf Colloredo, der den Weg über Freyberg und Chemnitz genommen hatte, nur bis Borna kommen.

Der Kronprinz von Schweden, welcher bey Köthen stand, überzeugte sich, daß die Bewegungen des Generals Reynier bloße Demonstrationen waren; er entschloß sich daher, sich mit dem General von Blücher zu vereinigen, um entweder dieses feindliche Corps abzuschneiden, oder im Falle es sich mit der französischen Haupt-Armee vereinigen sollte, selbst an dem allgemeinen Angriff in den Ebenen von Leipzig, Theil zu nehmen, und rückte zu diesem Ende noch an diesem Tage bis in die Gegen von Halle vor.

Der Umstand, daß am 17. die Armee des Kronprinzen von Schweden, das Armee-Corps des Generals Bennigsen, und die Armee-Abtheilung des F.Z.M. Grafen Colloredo noch so weit von der Haupt-Armee entfernt waren, daß sie unmöglich zur rechten Zeit eintreffen konnten, um an der Schlacht einen thätigen Antheil zu nehmen, bestimmte den en Chef commandirenden Feldmarschall den folgenden Tag zum erneuten Angriff abzuwarten.

Am Abend des 17. trafen Seine königliche Hoheit der Kronprinz von Schweden in Taucha, der General der Cavallerie von Bennigsen in Naunhof und der F.Z.M. Graf Colloredo bey der Hauptarmee selbst ein.

Am 18. Früh war die feindliche Hauptmacht bey Konnewitz über Dösen vorwärts Wachau, gegen Fuchsheim und Seyfertsheim in Schlachtordnung aufmarschirt, und hatte Armee-Corps gegen den General von Blücher, und den Kronprinzen von Schweden aufgestellt. Leipzig hielt der Feind fortan stark besetzt.

Um 8 Uhr früh begann der Angriff der Haupt-Armee in 3 Colonnen; die Absicht war, den Feind gegen Leipzig zu drängen, zu welchem Ende der en Chef commandirende Feldmarschall die rechts gehende Colonne der Armee-Corps des General der Cavallerie Freyherrn von Bennigsen und des General der Cavallerie Grafen Klenau bestimmte.

Die zweyte Colonne, unter dem Oberbefehl des Generals en Chef, Grafen Barclay de Tolly, wurde aus den Corps des Generals der Cavallerie, Grafen von Wittgenstein, und des Generals von Kleist gebildet, und hatten zur Reserve die gesammten russischen und preußischen Garden.

Die dritte Colonne unter dem General der Cavallerie, Erbprinzen von Hessen-Homburg, formirten die Divisionen Bianchy, Fürst Aloys Lichtenstein, Graf Weissenwolf und Graf Nostitz. Als Reserve dieser Colonnen folgte der F.Z.M. Graf Colloredo mit seiner Armee-Abtheilung.

Die erste Colonne rückte von Seiffertsheim in der Richtung gegen Holzhausen, die zweyte von Gossa gegen die Höhen von Wachau, während die dritte das Plateau zwischen Dösen und Lesnig besetzt hielt.

Der Feind both alles Mögliche auf, um dem Vorrücken unserer Angriffs-Colonnen Schranken zu setzen; doch nichts konnte der Tapferkeit der Alliirten widerstehen. Er wurde aus einer Stellung in die andere zurückgedrängt, so daß er mit einbrechender Nacht auf die Stellung von Konnewitz über Probsthayda gegen Zween-Naumdorf beschränkt wurde. Der Feind wurde von dem rechten Flügel der Alliirten sehr gedrängt, wobey ihm 7 Kanonen abgenommen wurden.

Der Kronprinz von Schweden vertrieb den vor ihm stehenden Feind, und rückte bis Paasdorf vor, während der General der Cavallerie, von Blücher mit mehreren Abtheilungen seiner Armee über die Parthy setzte. Zwey Würtembergische Cavallerie-Regimenter, unter dem General von Normann, zwey sächsische Cavallerie-Regimenter, und 7 sächsische Füsilier-Bataillons, mit 4 Batterien zu 26 Feuerschlünden, unter den Befehlen des Generals von Rüssel, traten an diesem Tage aus den feindlichen Reihen, und schlossen sich ganz ausgerüstet an die Armee der Alliirten an, um gemeinschaftlich mit ihnen die Sache Deutschlands zu verfechten.

Bereits gegen 10 Uhr früh begann die französische Armee ihren Rückzug auf den Straßen von Merseburg und Weissenfels, den sie diesen Tag und die folgende Nacht ununterbrochen fortsetzte.

Da es nicht möglich war, auf das linke Ufer der Elster so viele Truppen zu bringen, als nöthig gewesen wären, um den Feind bey seinem Debouchiren aus Lindenau mit gutem Erfolge anzugreifen, so erhielt der F.Z.M. Graf Giulay den Befehl, sich mit seiner Armee-Abtheilung gegen Pegau zu ziehen, und den Feind bloß mit seinen leichten Truppen harzeliren zu lassen.


... Fortsetzung folgt ...
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BeitragVerfasst am: 14.10.2013, 20:52    Titel: Leipzig - die Geschichte vor 200 Jahren - 7. Teil Antworten mit Zitat

... Fortsetzung ...

Am 19. mit Tagesanbruch behauptete der Feind nur noch Zween-Naumdorf und die Windmühle von Straßenhäusern gegen Konnewitz. Der allgemeine Angriff wurde um 7 Uhr früh erneuert, und der Feind nach Leipzig geworfen. Hier suchte er Zeit zu gewinnen, um seine Truppen, Artillerie und Armee-Gepäcke zu retten, zu welchem Ende er Parlamentärs schickte – und den Antrag machte, den Rest der sächsischen Truppen unter der Bedingung zu überliefern, daß die Stadt mit der Beschießung verschont, und der französischen Garnison mit allem in derselben befindlichen französischen Armee-Gut freyer Abzug gestattet würde.

Dieser Antrag wurde abgeschlagen. Die Alliirten hatten sich inzwischen bereits der Vorstädte bemächtigt, der Feind wollte jedoch fortan die Stadt vertheidigen; die Alliirten drangen trotz seines Feuers in selbe ein, die auf dem Platze aufmarschirten Sachsen kehrten zugleich ihre Waffen gegen die Franzosen; ein badisches Infanterie-Regiment folgte dem Beyspiel der Sachsen; das Handgemenge wurde allgemein. Der Feind gerieth in eine beyspiellose Verwirrung, jeder Einzelne dachte nur mehr auf seine eigene Rettung, und die Alliirten wurden Meister der Stadt.

Die Folgen der so tief durchdachten als glücklich ausgeführten Operationen, welche auf die Vereinigung aller alliirten Armeen auf einen Punct gegen die feindliche Hauptmacht berechnet waren, sind in dieser d r e y g l o r r e i c h e n T a g e n die Eroberung von mehr als 250 Kanonen, und bey 900 Munitionswagen. An Gefangenen sind bis auf diese Stunde mehr als 8000 eingebracht. Unter diesen befinden sich die drey Armee-Corps-Commandante, Generale Lauriston, Reynier und Bertrand, nebst noch 10 anderen Generälen.

Der am 16. zum französischen Reichs-Marschall ernannte Fürst Poniatowsky, da er sich nicht mehr über die Brücke flüchten konnte, wollte sich durch die Elster retten, fand jedoch der Aussage seiner gefangenen Adjutanten zufolge, seinen Tod in diesem Flusse.

Sämmtliche Feldspitäler mit mehr als 15,000 Kranken und Verwundeten sind in unsere Hände gefallen.

Das Schlachtfeld von drey Stunden Länge und eben so viel Breite, auf welchem für die Sache Deutschlands und die Ruhe Europas beynahe drey volle Tage über gekämpft wurde, ist dergestalt mit feindlichen Leichen bedeckt, daß man den Verlust, welchen die französische Armee auf allen Seiten erlitten hat, auf wenigstens 40,000 Mann rechnen kann.

Noch an diesem Abend verließen acht Pohlnische Infanterie-Regimenter die feindlichen Fahnen, und gingen zu den Alliirten über.

Der Verlust der verbündeten Armee beläuft sich im Ganzen an Todten und Verwundeten höchstens auf 8 bis 10,000 Mann.

Die drey verbündeten Monarchen waren am entscheidenden Tage, den 18., auf den Höhen zwischen Wachau und Probsthayda Zeugen der außerordentlichen Tapferkeit ihrer Truppen.

Seine k.k. Majestät haben auf dem Schlachtfelde selbst dem en Chef commandirenden Feldmarschall Fürsten von Schwarzenberg das Großkreuz des Marien-Theresien-Ordens; Seine Majestät der Kaiser von Rußland demselben den St. Georgs-Orden erster Classe, und des Königs von Preußen Majestät den schwarzen Adler-Orden zu verleihen geruhet.

Dem Generalen der Cavallerie von Blücher, welcher durch seine im Laufe gegenwärtigen Feldzuges mit seltener Klugheit und Entschlossenheit geleiteten sehr beschwerlichen Operationen so viel zu den glücklichen Resultaten dieser Schlacht beygetragen hat, haben Seine k.k. Majestät ebenfalls das Großkreuz des Marien-Theresien-Ordens, und dessen General-Quartiermeister, General von Gneisenau, das Commandeurkreuz desselben Ordens zu verleihen geruhet.

Diejenigen Herren Generäle, Stabs- und Ober-Officiere, welche sich in diesen glorreichen Tagen besonders ausgezeichnet haben, behält der en Chef commandirende Feldmarschall sich vor, Seiner k.k. Majestät noch vor Einreichung der ausführlichen Relation nahmhaft zu machen.

Sämmtliche Armeen sind in Bewegung, um dem Feinde auf dem Fuße zu folgen.

... doch das ist eine andere Geschichte !

*** ENDE ***
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