k.k. Infanterieregiment Nr. 3 "Erzherzog Carl" - 1. Grenadier Compagnie



 

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Schließe für k.k. Generale und Stabsoffiziere



 
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Kyselak
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Beiträge: 26
Wohnort: k.k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien

BeitragVerfasst am: 20.01.2011, 14:33    Titel: Schließe für k.k. Generale und Stabsoffiziere Antworten mit Zitat

Ein schönes Neues Jahr dem löblichen IR3!

Diesesmal ein Frage an die Uniformspezialisten unter Euch, da Ihr wahrscheinlich am ehersten Adjustierungsvorschriften um 1800 im Original oder Kopie besitzt.

Ich habe eine große Schließe (11,5 x 8,5 cm) für k.k. Generale oder Stabsoffiziere. Ein fast identes Vergleichstücke im HGM legt den Schluß nahe, daß es sich um die Zeit um 1806 handelt, wobei bei meiner der Doppeladler von dem Stück im HGM ein wenig variert. Der Schließendoppeladler im HGM hat außerhalb des Kreuzes des Deutschen Ordens noch die Länderwappen umlaufen gereiht, welche bei meinem nicht vorhanden sind. Zur Ansicht auch ein Aufnahme eines Bildes von Johann Baptist Seele, Erzhg. Karl darstellen (mit früherem Schließentyp) aus dem HGM.

Meine Frage ist deswegen, handelt es sich simpel um ein leicht varierendes Stück aus dieser Zeit, oder um ein um einige Jahre jüngeres Teil...?

Es würde mich freuen, wenn jemand von Euch näheres weiß, ansonsten muss ich mich wohl auf den Weg ins HGM machen.

Auf jeden Fall schon einmal Danke im voraus!

lieben Gruß

Kyselak




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Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 04.12.2006
Beiträge: 492
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BeitragVerfasst am: 23.01.2011, 15:02    Titel: Die Kuppel-schliesse Antworten mit Zitat

Lieber Kyselak, da haust du in eine offene Wunde - und zwar mit voller Härte.

Leider haben wir keine Aufzeichnungen bzw. Adjustierungsvorschriften,
wie genau dieser Adler auszusehen hat.
Unsere Recherche stützt sich vor Allem auf das HGM, wobei ich mir erlaube zu sagen,
dass die ausgestellte Kuppelschließe m.E. nicht aus 1798 stammt.



Wie wir aus den Schmideder Blättern entnehmen können, wies dieser
Adler eine einfache Darstellung auf............





...........und wenn wir die Schliesse SKKH ansehen, so ist die mit o.g.
Zeichnung ident (wiewohl ich nicht weiß, woran sich Schmideder orientiert
hat, er kannte ja Erzherzog Carl nicht und wahrscheinlich hat er sich
zeigenössischer Bilder als Quelle bedient - aber das ist meine Theorie dazu)



Ich besitze den 1:1 Nachguß einer (angeblich) originalen Schnalle und
trage diesen an an meinem Gürtel.

Der alleroberste SChriftzug ist hier deutlich zu sehen und unter dem Gesichts-
punkt, dass auf so hohen militärischen Artefakten fast IMMER der Schrift-
zug zu leseen war, erscheint mir dieser Adler als logisch korrekt.


Die einzige Gewissheit kann nur das HGM geben und zwar mittels einiger
Belegstücke. Da das Museum aber 2 große Kriege mit Plünderungen
hinter sich hat sowie zahlreiche teils schwere Beschädigungen,
ist die historische Korrektheit auch im HGM nicht 100%ig sicher (übrigens
eine Aussage des Museums).
Viele Teile sind nachgefertigt und unterlagen wahrscheinlich auch dem
subjektiven Eindruck des Herstellers.

LG
Wolfgang

PS
Übrigens, eine historisch absolut korrekte Darstellung eines Adlers aus 1807 (Vorsatzblatt des k.k. Dienstreglements-Buches)
zeigt z.B. keinen Schriftzug dafür aber Schwert und Reichsapfel,
während auf dem Bild SKKH eindeutig Schwert und Marschallstab(?)
zu sehen sind.

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Kyselak
Rekrut



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 21.07.2009
Beiträge: 26
Wohnort: k.k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien

BeitragVerfasst am: 23.01.2011, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Event-Grenadier!

Vielen Dank für Deinen Mühe und die ausführliche Antwort!
Ich wußte doch, daß Ihr/"DU" mehr Infos besitzt! Winken


Zu Deiner Aussage: "Unsere Recherche stützt sich vor Allem auf das HGM, wobei ich mir erlaube zu sagen, dass die ausgestellte Kuppelschließe m.E. nicht aus 1798 stammt"
, hat sich auch das HGM schon selber korrigiert... Winken siehe meine (leider schlechten Handy) Aufnahmen von letzter Woche - das HGM hat derzeit zwei Schließen in einer Austellungsvitrine und ordnet die eine, wie man dem neuen Objektbeschreibungstext in der Vitrine entnehmen kann, wie schon von Dir vermutet, etwas später an (1806). Die ältere Schließe zwischen 1798-1806 (im Aussehen genau wie die Nachgußversion die Du besitzt!)

Wie man aber deutlich bei der Schließe des HGMs von 1806 sehen kann sind hier die Länderwappen rund um das Kreuz des deutschen Ordens angeordnet, im Gegensatz zu meiner Schließe und Deiner Zeichnung von 1807.

Womit wir jetzt zumindest schon 4 Schließentypen haben:
1. lt. Schmideder Blättern, bzw. Bild von Seele (ohne Namenszug)
2. HGM Typ 1798 (mit Namenszug F1) - wie Dein Nachguss
3. HGM Typ 1806 (mit Länderwappen)
4. Meine (ohne Länderwappen, wie Doppeladler aus Vorsatzblatt des k.k. Dienstreglements-Buches 1807)

Nun es kann leicht sein, daß die es hier Variationen bei den Schließenadlern ab 1806 gab...
Nebenbei ist das Stück (1806) des HGM ist auch dermaßen eigenartig blank poliert (aber nicht hochglänzend), das es schon wieder "neu" aussieht - also Deine Theorie mit den nicht 10% Originalen würde das nur unterstreichen. Im Original waren die Schließen zumindest mit einem hochglznd. silbernen Überzug versehen, von dem sich auch Reste auf meiner Schließe finden (am Photo leider nichterkennbar), genauso wie man es auch auf dem gemalten Bild von Seele erkennen kann.




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Nun ich werde auf jeden Fall das HGM nochmals aussuchen und nachfragen... und Dich am Laufenden halten!

lieben Gruß & nochmals Danke für Deine Hilfe! Smilie
Kyselak
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