k.k. Infanterieregiment Nr. 3 "Erzherzog Carl" - 1. Grenadier Compagnie



 

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IR 7 Carl Schroeder Regiment



 
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hkkmichi
Gast







BeitragVerfasst am: 07.08.2009, 23:23    Titel: IR 7 Carl Schroeder Regiment Antworten mit Zitat

Guten Abend!
Wer waere so freundlich und koennte mir mitteilen ob es auch eine Gruppe des IR 7 gibt?
Des weiteren, ist jemand in der Gruppe welcher sich mit der Regimentsgeschichte gut auskennt und ich ihn bilateral ansprechen duerfte?
Herzlichen Dank!
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Lachnit
Feldwebel



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 07.06.2008
Beiträge: 608
Wohnort: Wien 22 - Essling

BeitragVerfasst am: 07.08.2009, 23:56    Titel: IR 7 - Regimentsgeschichte Antworten mit Zitat

Servus hkkmichi !

Wir haben ein Kompendium aller 64 Regimenter mit den wichtigsten Grunddaten - wenn Du mir Deine email-Adresse schickst, kann ich Dir die Seite des IR7 zusenden.

lg
Wolfgang

wolfgang.lachnit@drei.at
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viribus unitis IR3
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Haraldzzz
Corporal



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Anmeldungsdatum: 04.12.2006
Beiträge: 351

BeitragVerfasst am: 11.08.2009, 09:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Michi!

Es gibt in Österreich und Europa (soweit ich weiß) kein IR7.

In Österreich gibt es:

das IR3
das IR56

und das war es auch schon wieder mit den Linienregimenter.

Wieso Dein Interesse am IR7????

lg Harald
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hkmichi
Gast







BeitragVerfasst am: 11.08.2009, 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Harald,

herzlichen Dank! Hatte selbige Frage auch Wolfgang beantwortet. In unserer Familienchronik heisst es:

Nach heutigem Stand der Familienforschung stammt das Geschlecht der Jetschmanegg`s von einem Mann mit dem Nachnamen Franciscus JERSCHMENEK.

Um 1799 lagerten im Süden von Baden das Österreichische Infanterie Regiment Nr. 7 in den Orten von Gottmadingen sowie im 4 km entfernten Dorf Bietingen. In diesem lebte Maximiliane Pfleger (*12.10.1767 / † 30.01.1838) mit Ihren Eltern Vitus Pfleger und Marianne geb. Wider. In ihrem 33 Lebensjahr taufte sie, am 05.09.1800, in der St. Gallus Kirche ihren Sohn mit dem zukünftig bedeutungsvollen Namen Nikolaus Valentin JETSCHMANEK. In den Taufbüchern der katholischen Kirche in Bietingen wurde des Knaben Vater als „ein Soldat des Karl Schröder Regiments aus Böhmen mit dem Namen Franciscus Jerschmenek“ ausgewiesen und mit dem Zusatz „illegitimus“ (unehelich). Aus diesem Eintrag lässt sich ableiten – das zum einen Maximiliana und Franciscus zum Zeitpunkt der Geburt nicht verehelicht waren (auch nach der Geburt konnte kein Hochzeitseintrag gefunden werden) sowie ist der Sohn ab diesem Zeitpunkt der Begründer der heutigen Sippe Jetschmanek bzw. Jetschmanegg. Sollten diese Aufzeichnung korrekt sein, kommt somit der Familiennamen aus dem Slawischen und bedeutet auf deutsch „Gerstenkorn (Ječmen)“.

Doch was macht ein Böhmischer evtl. Mährischer oder Galizier (der Werber-Rayon des Regimentes war seit 1771 in Mähren der Prerauer Kreis mit der Stabs-Station Leipnik und von 1775 – 1807 der Aushilfsbezirk Samborer Kreis in Galizien) während des Zweiten Koalitionskrieges in Bietingen? Was war das für eine bewegte Zeit von 1799 bis 1801?

Nachdem aus der Schweiz 1798 die Helvetische Republik geworden war (in der französische Truppen stationiert blieben), wurde der Hegau zum umkämpften Grenzland, als die Franzosen Anfang März 1799 dort einmarschierten. Damit brach der Zweite Koalitionskrieg aus und die französische Revolutionsarmee lag erneut im Hegau, nachdem sie im Ersten Koalitionskrieg 1796 schon einmal hier durchgezogen waren. Doch lange blieben die Franzosen zunächst nicht, denn sie mußten den Hegau Ende März 1799 schon wieder verlassen, da sie am 21. März bei Ostrach und am 25. März bei Stockach entscheidend von den Österreichern geschlagen worden waren. Aber für den Hegau, von dem damals noch große Gebiete als Landgrafschaft Nellenburg zu Österreich gehörten, war das keine große Entlastung. Nun mußten eben die österreichischen Soldaten verpflegt werden und der "Besuch" des Kaiserbruders Erzherzog Karl in Stockach, Engen und Singen, der zu anderen Zeiten sicherlich als Großereignis gefeiert worden wäre, war nicht unbedingt willkommen, weil der Erzherzog als Oberbefehlshaber der Österreicher etwa 60.000 Soldaten in seinem "Gefolge" hatte. Erst der Mai brachte den Hegauern etwas Erleichterung, da die Österreicher am 22./23. Mai 1799 bei Diessenhofen nun ihrerseits in die Schweiz einrückten und dort die Franzosen in der Ersten Schlacht von Zürich besiegten. Doch dann mußten viele Hegauer an dem großen Brückenkopf arbeiten, den die Österreicher nahe Büsingen auf der gegenüberliegenden Seite des Rheins errichten ließen, um ihre Schiffsbrücken über den Rhein gegen französische Angriffe zu sichern. Darüber hinaus sollte es nicht allzu lange ruhig bleiben. Ende August 1799 marschierten knapp 25.000 Russen, die mit den Österreichern verbündet waren, durch den Hegau in die Schweiz, um dort die Österreicher abzulösen. Während der südliche Hegau die Russen ernähren durften, hatte der nördliche Hegau das "Vergnügen", erneut fast die gesamte österreichische Armee verpflegen zu dürfen. Aber die Truppenrochade in der Schweiz mißlang. Am 25./26. September 1799 wurden die Russen in der Zweiten Schlacht von Zürich nahezu aufgerieben. Nur noch Trümmer der Armee konnten sich über den Rhein retten. Da die Versorgung zusammengebrochen war, aßen die russischen Soldaten rohe Kartoffeln und unreife Trauben. Als sie Mitte Oktober wieder nach Osten abzogen und die Österreicher erneut an den Hochrhein vorrückten, gab es im südlichen Hegau Landstriche, in denen kaum noch etwas Eßbares vorhanden war. Dafür aber wurde es im Spätherbst 1799 im Hegau erneut etwas ruhiger. Auf der politischen Weltbühne ereignete sich hingegen am 9./10. November 1799 ein spektakulärer Militärputsch, mit dem sich der junge General Napoleon Bonaparte in Paris an die Macht brachte. Um seine Macht zu stützen, brauchte er glänzende militärische Erfolge. Die sollte ihm sein General Moreau, der Oberkommandierende der französischen Rheinarmee, liefern, während er selbst auf dem Kriegstheater in Norditalien aktiv werden wollte. Der Frühling 1800 begann im Hegau daher mit einem Paukenschlag. Am 1. Mai 1800 überquerten mehr als 20.000 Franzosen der Rheinarmee innerhalb weniger Stunden den Rhein bei Hemmishofen und vertrieben die im Hegau stationierten Österreicher.

Dieser Coup verunsicherte die überalterte Besatzung des Hohentwiels so sehr, daß sie sich noch am gleichen Tag den Franzosen ergab. Nachdem sich die im Hegau stehenden Franzosen mit weiteren 50.000 Mann vereinigt hatten, die eiligst vom Hochrhein und Südschwarzwald heranmarschiert waren, besiegten sie in der Schlacht von Engen am 3. Mai 1800 die 50.000 Österreicher unter ihrem neuen Oberbefehlshaber Kray. Die Hegauer erlebten derweil ihre schwersten Stunden. Viele versuchten, in die umliegenden Wälder oder zu Bekannten zu flüchten, doch als sie zurückkehrten, fanden sie leere Wohnungen vor. Die völlig unterversorgten französischen Soldaten hatten alles ausgeplündert. Der Siegeszug der Franzosen war nun unaufhaltsam. Sie drängten die Österreicher in mehreren Schlachten zunächst bis nach Ulm und später sogar bis an die Isar zurück, während Bonaparte in Italien ebenfalls einen spektakulären Sieg feierte. So beendete ein Waffenstillstand am 14. Juli 1800 zuerst einmal die Kämpfe. Doch für den Hegau änderte sich dadurch wenig. Nun mußten wieder einmal die Franzosen versorgt werden, die dafür bekannt waren, daß sie noch schlechter zahlten als die Österreicher. Während ihres schnellen Vormarsches hatten die Franzosen den Hohentwiel zunächst als Nachschubbasis verwendet, doch nun benötigten sie ihn nicht mehr. Anfang Oktober 1800 begann die Schleifung der Festung. Ende November 1800 brach auch der Krieg erneut aus. Schon kurze Zeit später, am 3. Dezember 1800, wurden die Österreicher bei München endgültig geschlagen.

Ob unser Alturgroßvater, der Soldat Franciscus JERSCHMENEK, aus den unzähligen Gefechten Lebend zurück kam, muss wohl sehr bezweifelt werden. Aus der Regimentsgeschichte ist zu entnehmen:

„1800 fand das Regiment, zur Bewachung der Rheinstecke Schaffhaufen-Stein postiert, bei dem Übergang der Franzosen unter Moreau erneut Gelegenheit zur Auszeichnung, indem es mit heldenhafter Standhaftigkeit den überlegenen Angriffen durch acht Stunden Widerstand, hierbei jedoch 800 Mann einbüsste; bei Engen erlitt es abermals bedeutende Verluste, so dass aus dem Regimente nur ein Bataillon formiert wurde, welches als Besatzung nach Ulm kam. Die beiden anderen wurden in Ober-Österreich reorganisiert, wohin auch das oben erwähnte Bataillon nach dem Fall von Ulm rückte. Das Regiment sodann bei der Verteidigung von Braunau mitgewirkt. Die Grenadiere bei Engen, Mooskirch brav gefochten; bei Hohenlinden wurde das Bataillon versprengt, ein Teil gefangen, die Reste fochten bei Anthering.“

Harald, dies ist der Grund bzw. das Interesse an gelebter Geschichte!

Schoenen Abend & Gruss,

hkmichi
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Lachnit
Feldwebel



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Beiträge: 608
Wohnort: Wien 22 - Essling

BeitragVerfasst am: 11.08.2009, 21:46    Titel: IR7 - Familienchronik Antworten mit Zitat

... außerdem haben wir bereits einen fix gebuchten Zuschauer in Golling !

Unser hkmichi - vulgo Michael - wird uns mit Familie in Golling besuchen - eine schöne Gelegenheit uns kennen zu lernen !

lg
Wolfgang
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viribus unitis IR3
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Haraldzzz
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BeitragVerfasst am: 12.08.2009, 10:38    Titel: Antworten mit Zitat

sorry, hab mich geirrt, es gibt ein IR7 aus Italien

Kommt nach Golling
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