k.k. Infanterieregiment Nr. 3 "Erzherzog Carl" - 1. Grenadier Compagnie



 

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UNSERE REGIMENTSGESCHICHTE



 
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Gerald A. Karnolz
Tambour



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Beiträge: 137

BeitragVerfasst am: 27.07.2009, 19:24    Titel: UNSERE REGIMENTSGESCHICHTE Antworten mit Zitat

Endlich digitalisiert:

Geschichte des K. u. K. Infanterie-Regimentes Erzherzog Carl Nr.3
von Julius Stanka (Major) - Wien 1894 im Selbstverlage des Regimentes

http://www.archive.org/stream/geschichtedesku00stangoog#page/n16/mode/1up
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Andreas_P
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Beiträge: 275
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BeitragVerfasst am: 27.07.2009, 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn wir schon beim thema sind....ich hätte ne frage:

und zwar: Im Buch "der Feldzug des Jahres 1809" (auch hier zu finden) gibts es eine auflistung wo alle an der Schlacht um Aspern, Essling teilgenommenen Einheiten aufgelistet sind... und dort steht : Erzherzog Carl - Legion
Meine Fragen sind: Welche Funktion hatte diese Einheit?
Wie sehen sie aus?
Warum hatte fast jedes Korps bei der Schlacht mindestens ein Battalion von denselben dabei?


Bin schon gespannt auf eure antworten
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Lachnit
Feldwebel



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BeitragVerfasst am: 27.07.2009, 22:02    Titel: Erzherzog Carl Legion Antworten mit Zitat

Bitte korrigiert mich, aber sofern ich mich richtig erinnere, war doch die "Erzherzog Carl Legion" jenes in Böhmen aufgestellte Heer, welches als Reserve dienen sollte, um die Kernländer zu verteidigen:

... Ende 1800 rief Kaiser Franz unseren Erzherzog Carl erneut an die Spitze seiner Armee - in einem Handschreiben beauftragt er ihn mit der Bildung einer Legion, welche seinen Namen tragen solle. Typisch unser Erzherzog: er schaffte in kürzester Zeit rund 20 Bataillone aufzustellen, sein Leib-Bataillon umfaßte rund 600 Studenten der Prager Universität.

... auszugsweise aus "Erzherzog Carl" von Viktor Bibl

Und wie in Österreich üblich, werden aus Provisorien ständige Einrichtungen - die Legion als "Volksarmee" in die regulären Truppen eingegliedert und kamen fortan zum Einsatz.

lg
Wolfgang
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Gerald A. Karnolz
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Beiträge: 137

BeitragVerfasst am: 27.07.2009, 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Leider stehen bei den "Grenadier - Bataillonen" nicht die Zusammensetzungen?! Z.b. bei Znaim wurde selbiges lt. Beschreibung vom 10. franz. Kürassier - Regiment vernichtet bzw. gefangen genommen...aber in welcher Zusammensetzung? Wir waren wohl auch dabei...

Reini, kannst Du mehr über die ethnische Zusammensetzung in den verschieden Jahren rausfinden. Bemerkenswert ist, das bei der Gründung 1715 verschiedenen Nationalitäten ( wahrscheinlich unsichere Gesellen, mit dem Land im Krieg usw.) die Aufnahme verweigert wurde: "Von der Aufnahme ins Regiment waren ausgeschlossen: Franzosen, Italiener, Schweizer, Polen, Ungarn und Kroaten".

"Der Stand des Regimentes (1715) war mit 2300 Mann normirt,
eingetheilt in 15 Füsilier- und 2 Grenadier-Compagnien, erstere
je 140 Mann, letztere 100 Mann stark; fünf Füsilier-Compagnien bildeten ein Bataillon."

Bestand also ein Grenadier-Batallion aus 5 Grenadierkompanien, oder wie war das wohl?


Beschreibung der Rückmarschrute nach dem Frankreichfeldzug 1815 ( Üblicherweise nach 3-4 Marschtagen immer ein Tag Rast!!! Nur gegen Ende sinds dann rennert worden. Heimweh? - Oder wurden in der Heimat (NÖ) die siegreichen Heimkehrer gefeiert und man kam nicht mehr aus den Weinkellern raus. Sicher kürzere Marschetappen als im Feindesland!):

-) Marschstationen des Regimentes: 20. October Pierrellatte, 21. Mon*
telima, 22. Loriol, 23. Rast, 24. Valence, 25. S. Valliere, 26. Rosilon.
27. Rast, 28. Vienne, 29. Lion, 30. Messimeux, 31. Bourg en Bresse, i. No-
vember Rast, 2. S. Amour, 3. Lons le Saunier, 4. Poligny, 5. Rast,
6. Salins, 7. Omans, 8. Gonsans, 9. Rast, 10. Clerval, 11. Blamont,
12. Lovancourt, 13. Rast, 14. S. Blaisis, 15. Hüningen-Lörach, dann über
Mühlheim nach Freiburg, durch den Schwarzwald nach Neustadt, Donau-
eschingen, Engen, 22. Stockach, Ueberlingen, weiter nach Meersburg.
Tettnang, 26. Wangen, 27. Leutkirch, 28. Kempten, 29. Rast, 30. Oberdort.
I. December Schongau, 2. Ober- und Unter-Sekering, 3. Rast, 4. Benedikt-
Beuern, 5. Vollach, 6. Rosenheim, 7. Rast, 8. Traunstein, 9. Laufen,
10. Strasswalchen, 11. Vöcklabruck, 12. Rast, 13. Lambach, 14. Wels,
15. Enns, 16. Rast, 17. Strengberg, 18. Amstetten, 19. Kemmelbach.
20. Rast, 21. Molk, 22. St. Polten, 23. Perschling, 24. Herzogenburg,
25. Krems.

Warum ist das Grenadier-Battalion separat und nach Wien maschiert?:

"Das Grenadier-Bataillon de Best hatte den 8. October
gleichfalls den Rückmarsch angetreten und war über Mont-
beliard, Tuttlingen, Ulm, Regensburg nach Wien gerückt, das
es den 17. December erreichte."

Und wieder: Woraus bestand das "Grenadier-Battalion de Best"? (Kriegsarchiv)


Jetzt könnte man auf der Landkarte unsere Durchschnittsleistung errechnen und dann mit den Franzosen vergleichen (wobei natürlich wohl kein Zeitdruck mehr da war)!

Ein weites Betätigungsfeld für unsere Forscher....
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Gerald A. Karnolz
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Beiträge: 137

BeitragVerfasst am: 27.07.2009, 22:51    Titel: Antworten mit Zitat

Bei nochmaliger Durchsicht der Route ist es nun klar:
Zu Weihnachten 1815 wollte man zuhause sein....oooohhh....finde ich rührend!
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Lachnit
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Beiträge: 590
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BeitragVerfasst am: 27.07.2009, 23:02    Titel: Zusammensetzung Grenadier-Bataillone Antworten mit Zitat

... hier ein Beispiel der Zusammensetzung von Grenadier-Bataillonen um 1809 - wir waren damals mit den 4ern und 8ern zusammen:




lg
Wolfgang
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regiments-tambour
Corporal



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BeitragVerfasst am: 28.07.2009, 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

das klingt alles sehr interessant und ergibt sehr umfangreichen
Forschungsstoff.

ZITAT:
"Von der Aufnahme ins
Regiment waren ausgeschlossen: Franzosen, Italiener, Schweizer, Polen,
Ungarn und Kroaten".

*Ich kann mir die Musterlisten von 1715 ja bei Gelegenheit ausheben lassen.
den gesamtstand des Regmts. kann ich ja dann genau nachlesen, ist ja in Tabellenform aufgeschrieben und addiert.
Vermutlich lässt sich aus der Herkunft bzw unerwünschten Individuen nicht viel rauslesen.
Da ausser den Polen von den obgenannten Fr., Ital., Schweizern zb. auch um 1800 sowieso ganz wenige in unserem Regmt. dabei waren.*

ZITAT:
Und die Grenadier haben es auch geschaft
(Sind ja auch früher weg! Haben aber auch länger gebraucht! Lag wohl am
gemäßigteren Grenadier-Marschschritt.
*
Abgesehen von Doubliermarsch (120 Schritte in der Minute) hatten die Füsiliers und die Grenadiers das selbe Marschtempo
(90-95 Schritte in der Minute, die Franzosen bis zu 185 !!!! Schritte in der Minute).
ein anderer Grund war, daß die Österreicher so langsam waren ist, daß sie so viel Trainzeugs mitschleppten.*


ZITAT:
Jetzt könnte man auf der Landkarte unsere Durchschnittsleistung errechnen
und dann mit den Franzosen vergleichen (wobei natürlich wohl kein Zeitdruck
mehr da war)!

Nur taucht hier die Frage auf, wie lange dauerte die Rast? Oberjäger Schnierer erzählt zb von einem Marsch der 25 Stunden dauerte , sie aber nur 1 ? Stunde Rast machten!!!!



VERGLEICH: REGIMENTSGESCHICHTE UND CONSIGANTION ÜBER ERHALTENE MEDAILLEN:
Feldwebel Mathias Werkner- Silberne Medaille (in ML Werckner) scheint in
den Musterlisten auf.

Corporal Franz Kiesler-silberne Med. finde ich in den ML nicht.

Corporal Franz Klagmeyer- silberne Med. finde ich auch nicht in den ML.

Corporal Jakob Bayer- goldene Med. finde ich ebenfalls nicht.

die andere, welche Dukaten als Belohnung oder nur erwähnt wurden, stehen
sowieso nicht drin.

Bis auf den Kosabek, der erhielt ja schliesslich auch eine Medaille, erst im Dezember 1809 nach Eggmühl (April 1809). Oder ich schau mal in der Musterliste von 1810 nach.es kann sein, daß sie erst da erwähnt werden, wenn sie die Belohnung bzw. die Medaille wirklich erhalten.

????viele Fragen

Eine hab ich noch: wieviel (Gulden, Kreuzer) ist ein Dukaten Wert?

Sind die aus Silber oder Gold?
In meinem alten Sammlerkatalog ist es nicht ersichtlich, weiss nur,
sie sind sehr viel Wert.
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