k.k. Infanterieregiment Nr. 3 "Erzherzog Carl" - 1. Grenadier Compagnie



 

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Sport f.alle Wesen(Männlein u.Weiblein)im 19.Jhd+Renaissance


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event-grenadier
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BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 13:52    Titel: Sport f.alle Wesen(Männlein u.Weiblein)im 19.Jhd+Renaissance Antworten mit Zitat

Folgende Frage stellt sich mir:

Gab es in der Napoleonik (1792- 1815) SPORT ????
Und wenn ja, welchen?

Wer weiß was drüber?



Einen Artikel hab ich gefunden:


Frauensport im 19. Jahrhundert: Die Etikette verletzt und die Gesundheit gefährdet
NZZ vom 16.4.00

Frauensport galt einst als Gefahr für die Moral, die weibliche Schönheit und die Gesundheit

«Haltung bewahren» - an dieses oberste Gebot hielt sich im 19. Jahrhundert jede Dame, die ihren Ruf nicht ruinieren wollte. Frauen mussten stets aufrecht gehen, durften niemals ihre Balance verlieren oder ihre Würde durch «unweibliches» Verhalten aufs Spiel setzen. Einer besonders strengen Etikette waren die Frauen im viktorianischen England ausgesetzt, aber gerade diese Frauen waren es, die sich als erste von der Sportbegeisterung der Männer anstecken liessen. Als sie es wagten, sich sportlich zu betätigen, ahnte wohl noch keine von ihnen, in welchem Ausmass sie damit zur Frauenemanzipation beitragen würden. Bis anhin hatte sich die Aufgabe der Mittelklasse- und Oberschichtsdamen darauf beschränkt, die weibliche Schönheit zu repräsentieren und Kinder zu gebären. Gleichzeitig wurden sie von den Männern als zarte Wesen mit einer delikaten Konstitution verehrt, und ihre angebliche körperliche Schwäche galt als Attribut ihrer Vornehmheit.

«Sport macht unfruchtbar!»

Die körperliche Betätigung von Frauen, wie beispielsweise das Rennen, wurde von der Gesellschaft nicht nur als roh und unästhetisch, sondern auch als gesundheitsschädigend angesehen; so warnten medizinische Ratgeber davor, zu starke Erschütterungen könnten die weiblichen Fortpflanzungsorgane funktionsuntüchtig machen. Ein weiteres «medizinisches» Argument gegen den Frauensport war die Kurzatmigkeit der Frauen und ihre Neigung zu Ohnmachtsanfällen. Auf die Idee, dass das meistens zu eng geschnürte Korsett die Ursache für das häufige Kollabieren der Frauen war, kamen erst einige wenige kritische Zeitgenossen. Als die Turnlehrerin der North London Collegiate School 1878 ihre Schülerinnen wenigstens während der Gymnastikstunden vom Korsett befreien wollte, empörten sich die Eltern der höheren Töchter derart, dass man von diesem Vorhaben abkam.

Leichte Gymnastik war eine Leibesübung, die von der Gesellschaft nicht verteufelt, sondern mit der Zeit sogar toleriert wurde. Dasselbe galt für das Fechten und das Bogenschiessen - beides ruhige und vornehme Betätigungen, die der Würde einer Dame nicht schadeten, sondern eine gute Haltung förderten. Privilegierte Viktorianerinnen durften auch ausreiten, denn Mediziner hatten herausgefunden, dass der Reitsport präventiv gegen Krankheiten wie Blutarmut, Bleichsucht und Hysterie wirke. Undenkbar für Frauen war es jedoch, an einer kräftezehrenden Treibjagd teilzunehmen - dadurch hätten sie ihre Damenhaftigkeit aufs Spiel gesetzt. Donald Walker, der in seinem 1836 publizierten Handbuch «Physical Exercises for Ladies» nur zu einer mässigen Körperertüchtigung riet, beurteilte den Reitsport für Frauen als besonders ungeeignet.

Reiten verrohe die Stimme und den Teint, gab er zu bedenken, verleihe männliches Gebaren und verdrehe den Körper im obligaten Damensattel auf höchst unnatürliche Weise. Tatsächlich war das Reiten zu jener Zeit nicht ungefährlich, denn eine standesgemäss gekleidete Dame hoch zu Ross trug ein elegantes Reitkostüm mit überlangem Rock, der sich häufig in Hindernissen verfing. Um 1880 schmückten sich die modebewussten Damen zusätzlich mit einem grossen künstlichen Haarteil, dem Chignon, der neben dem obligaten steifen Zylinder mit langen Nadeln am echten Haar befestigt wurde. Die Haarnadeln drückten nicht nur auf den Kopf, sondern konnten bei einem Sturz zu lebensgefährlichen Verletzungen führen.

Als weniger gefährlich wurde das Eislaufen eingestuft, das Mitte des 19. Jahrhunderts in Europa immer beliebter wurde und dem eine heilende Wirkung gegenüber weiblicher Nervosität nachgesagt wurde. Aber auch hier war Vorsicht geboten: Es drohte stets die gefürchtete Blamage eines Sturzes, und die behüteten jungen Mädchen mussten auch auf dem Eis Zurückhaltung üben und durften keinesfalls herumtoben. Der englische Benimm-Ratgeber «Girls» mahnt 1881: «Auch wenn es mit den Knaben spielt, so darf ein blütenhaft junges englisches Mädchen sich doch niemals knabenhaft wie eben diese aufführen.» Etikette und Anstand bewahrten auch die reichen Engländerinnen, die Ende des 19. Jahrhunderts gemeinsam mit ihren Landsmännern die Freuden des Skifahrens in den Schweizer Alpen entdeckten. Um nirgendwo anzuecken, trugen die Skifahrerinnen jedoch ihre Alltagskleidung und fuhren mit wehenden Röcken, die selbstverständlich bis hinunter zu den Knöcheln reichten, die Hügel hinunter.

Schwimmen mit Strümpfen und Sandalen

Gegen grössere Widerstände mussten zur selben Zeit die viktorianischen Frauen kämpfen, die dem Schwimmsport frönen wollten. Eine vierzehnjährige Engländerin, die 1875 eine fünf Meilen lange Strecke in der Themse schwimmend zurücklegte, bewies zwar, dass Frauen durchaus zu sportlichen Leistungen im Wasser fähig waren. Ein Leitfaden für Schwimmerinnen aus demselben Jahr warnt jedoch vor dem Schock des ersten Eintauchens ins kühle Wasser: «Dieses Schreckerlebnis zieht für die Nerven der Frauen häufig irreparable Schäden nach sich.» Schwierigkeiten, an der Wasseroberfläche zu bleiben, dürften jedoch vor allem die Badekostüme mit den reichhaltigen Rüschen und Puffärmeln verursacht haben, zu denen auch im Wasser Seidenstrümpfe und Sandaletten getragen wurden.

In Anbetracht der aufwendigen viktorianischen Kleidermode, die der Trägerin möglichst wenig Bewegungsfreiheit liess, erstaunt es, dass die Frauen von einer weiteren Sport-Passion, dem Tennisspielen, erfasst wurden und sich durch nichts davon abhalten liessen. Weder durch die eng geschnürten Korsette noch durch die steifen Stehkragen, die bei jeder Bewegung den Hals wund scheuerten. Grössere Sorgen machten sich die Mitmenschen um das gute Aussehen der Tennisspielerinnen, wie ein Schönheitsbuch von 1885 festhält: «Ohne Handschuhe ist nun einmal die Schönheit der Hände im Handumdrehen ruiniert.» Für einen Skandal sorgte 1905 die amerikanische Tennisspielerin May Sutton, als sie sich erlaubte, am Turnier in Wimbledon ihre Ärmel hochzukrempeln.

Groteske Warnungen vor dem Fahrrad

Schliesslich war es das Fahrrad, das die Frauen nach anfänglichem Widerstand der Öffentlichkeit ein gutes Stück weit auf ihrem Weg in die Emanzipation begleitete und sie von vielen gesellschaftlichen Zwängen befreite. Als um 1870 in England die ersten kurbelbetriebenen Zweiräder auftauchten, mussten sich die Damen als Knaben verkleiden, um sie auszuprobieren. Es dauerte noch gut fünfzehn Jahre, bis die ersten Frauen sich trauten, alleine durch die Strassen zu radeln: Sie waren als «wilde women» verschrieen und mussten üble Beschimpfungen von Passanten über sich ergehen lassen. Einmal mehr waren es die Mediziner, die die Frauen vor den Gefahren des Radfahrens warnten - mit Argumenten, die heute schlicht grotesk klingen. Die «Deutsche Medizinische Wochenschrift» aus dem Jahr 1896 behauptete, dass «kaum eine Gelegenheit zu vielfacher und unauffälliger Masturbation so geeignet ist, wie sie beim Radfahren sich darbietet.» Um solchen gefährlichen Neigungen vorzubeugen, entwickelte man einen extra flachen Sattel. Ob die Erfindung den Männerphantasien ein Ende bereitet hat, ist nicht bekannt.

Vom Frauensport zum Leistungssport

Dafür setzte das Fahrrad bei den Frauen zu einem Siegeszug an, der nicht mehr aufzuhalten war. Zwar mussten sich die Radfahrerinnen wiederum mit den unzweckmässigen Röcken herumschlagen, und sie lieferten sich mit den viel praktischeren Pluderhosen, die auf den Markt kamen, dem Gespött der Leute aus. Aber als selbst Queen Victoria ihren zwei Enkelinnen Fahrräder schenkte, verbesserte sich das Image des Radsports, und die Zahl der radelnden Damen stieg sprunghaft an.

Nach der Jahrhundertwende wurden die Fahrräder so preisgünstig, dass damit auch Arbeiterinnen und Dienstbotinnen zu ihrem Arbeitsort radeln konnten. Um die Sittlichkeit von jungen Frauen auf Radtouren nicht zu gefährden, wurden sie zu Beginn noch von Anstandsdamen begleitet, aber die Radlerinnen hatten mit dem neumodischen Sport ihre Unabhängigkeit entdeckt und genossen die neu erworbene Freiheit. Trotzdem war es noch ein weiter Weg, bis der Frauensport auch als Leistungssport anerkannt wurde. An den ersten neuzeitlichen Olympischen Spielen 1896 nahmen keine Frauen teil, sie wurden erst 1928 zugelassen. 1996 machten die Frauen an den Olympischen Spielen einen Drittel der teilnehmenden Sportlerinnen und Sportler aus - die Tendenz ist steigend.
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Haraldzzz
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BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 14:03    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube im exerzierreglement steht beim plänkeln was drinnen, dass
man schauen soll, dass die männer körperlich dazu fähig sind. natürlich steht nichts darüber wie man das erreicht.
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manfred
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BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 21:50    Titel: Antworten mit Zitat

Romain habe ich einmal diese frage gestellt,seine antwort:
es gab keine, wie auch immer geartete,leibesertüchtigung.wahrscheinlich
waren die meisten bauernburschen ohnehin fit genug.lediglich in schweden
war sport an den kadettenschulen üblich.
lg Manfred
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event-grenadier
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BeitragVerfasst am: 29.07.2008, 23:07    Titel: Antworten mit Zitat

nun, ich denke da nicht in erster linie an die soldaten, sondern an die zivilbevölkerung.

hatten die keinen "ball" (fetzenlaberl) mit dem sie spielten?

wir wissen aus keltischer zeit von einem ballspiel, aus aztekischer zeit ebenso und aus dem mittelalter von einem tennis/squash-ähnlichen spiel.
und in der renaissance war crocket sehr beliebt.

in unserer zeit haben die nur sex gehabt? Winken
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Haraldzzz
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BeitragVerfasst am: 30.07.2008, 08:31    Titel: Antworten mit Zitat

Aus Wikipedia

Code:
Die Sportgeschichte gehört auch deshalb von Anfang an zu den wichtigsten Disziplinen der Sportwissenschaft, weil sie sich mit dem Blick in die Vergangenheit beschäftigt und weil sich mit dem Wissen über diese Vergangenheit auch die Gegenwart von Turnen und Sport rechtfertigen ließen. Die Turnpioniere des 19. Jahrhunderts, die den Grundstein für die Sportwissenschaft legten, bemühten sich deshalb besonders um eine Erforschung der Leibes- und Bewegungskultur in der griechischen Antike (Vith = Beiträge zur Geschichte der Leibesübungen 1794 / Jahn-Biograph Euler = Geschichte der Turnkunst 1891). Diem verfasste nicht zuletzt aus diesem Grund eine Weltgeschichte des Sports (1960), mit der gewissermaßen ein kulturhistorischer Beweis geliefert werden sollte, dass Bewegung, Turnen, Spiel und Sport anthropologische Konstanten darstellen.
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Haraldzzz
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BeitragVerfasst am: 30.07.2008, 08:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schließe mich da Manfred an und denke, es war oft nicht notwendig, weil die gesamtheitliche Konstitution besser war, obwohl die Gesundheit schlechter. Heute würde man sagen, dass der Mensch einfach ein zähes "Viech" ist.

Im Krieg denke ich aber, dass kaum Zeit für soetwas blieb.

Die arme Bevölkerung hatte evt. Zeit Karten ode Würfel zu spielen.
Die Kinder spielten Blinde Kuh oder Fangen.
Aber wer hätte sich schon eine teure "Sportausrüstung", wie man das heute nennen würde leisten können.

Wenn man jedes Kalorien für die Arbeit braucht, wird man doch nicht noch Kraftraubsport betreiben.

Beim Adel war sicher die körperliche Bewegung ein Tabu.
Ich kann mir vorstellen dass Fechten, Reiten und die Jagd hier als Sport im heutigen Sinn bekannt und beliebt waren.

Hier ein Ausschnitt über Crickett von Wikipedia, der auch eher drauf schließen läßt, dass es hier um die Freizeitgestaltung der Reichen ging.

Zitat:
Eine frühe Form von Cricket, die von Schafhirten und Bauern gespielt wurde, kann bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Es liegen schriftliche Belege über ein Spiel namens creag aus dem Jahre 1300 in Kent vor, das von Prince Edward gespielt wurde.

1598 berichtet ein Gerichtsfall über eine Sportart namens Kreckett, die an einer Schule in Guildford ausgeübt wurde. Dies ist auch laut dem Oxford English Dictionary der erste gültige Nachweis des Wortes Cricket in der Englischen Sprache.

Während des 17. Jahrhunderts wurde Creckett vor allem im Südosten Englands immer populärer. Gegen Ende dieses Jahrhunderts wurde es zu einer organisierten Sportart (die vermutlich auch die ersten Profis auf diesem Gebiet hervorbrachte), da nachweislich im Jahre 1697 ein great cricket match mit 11 Spielern pro Mannschaft in Sussex abgehalten wurde.




Landhockey zum Bespiel ist um 1850 entstanden. Da gab es schon ein gefestigtes Bürgertum, die auch Freizeit hatten.

Hier noch ein interessanter Beitrag über Fussball in der Wiki.

Ein 3 km langes Feld Sehr glücklich
Aber auch hier sind erst um 1850 erste Tendenzen einer Sportart zu erkennen.

Zitat:
Im Frühmittelalter wurde in England Fußball gespielt, indem zwei Dörfer versuchten, einen Ball in das gegnerische Stadttor zu befördern. Da es keine Regeln gab, kamen schlimme Verletzungen häufig vor. Das „Spielfeld“ lag immer zwischen zwei Dörfern, selbst wenn diese mehrere Kilometer auseinander lagen.

Mit der Entdeckung Amerikas kamen die Europäer mit den alten Ballspielen Mittelamerikas in Verbindung, die eine lange Tradition über verschiedene Kulturen besaßen, teilweise eine religiöse oder gerichtliche Funktion besaßen und in beeindruckenden Stadien ausgetragen wurden.

Auch wenn England als das Mutterland des Fußballs gilt, so gab es auch in Frankreich und Italien schon mit dem Treibballspiel verwandte Kampfspiele. Seit dem 15. Jahrhundert wird in Florenz der Calcio Storico praktiziert, eine Art Fußballspiel, bei dem es recht rüde zugehen kann. Scaino schrieb 1555: „Dem Läufer, der mit dem Ball in der Hand das Feld durchläuft, sollen irgendwelche Kräftigen Platz schaffen, damit ihr Mann ungehindert freien Durchgang habe. Sieht er sich aber von einer großen Schar angegriffen, so soll er im Lauf nachlassen und … den Ball stoßen, und zwar wird er das schneller mit dem Stoße des Fußes als in anderer Weise können, da ein Stoß in dieser Weise sicherer ist.“

1848 verfassten Studenten der Universität Cambridge die ersten Fußballregeln. Danach bestand eine Mannschaft aus 15 bis 20 Spielern. Im Jahre 1857 gründeten Cricketspieler mit dem FC Sheffield den ersten offiziellen Fußballverein der Welt.
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event-grenadier
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BeitragVerfasst am: 30.07.2008, 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

harald, bitte genau lesen!!!
ich rede von Cr
Ocket , nicht von Cricket.
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event-grenadier
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BeitragVerfasst am: 31.07.2008, 07:27    Titel: Antworten mit Zitat

nikolaus schmid hat folgendes geschrieben:
Hallo Wolfgang

HAb einiges über die gute gesellschaft aus dem Empire bzw. Regency usw. gelesen -

Daher würde ichs mal so zusammenfassen

Natürlich gab es Sport - auch die Leute um 1800 kannten und gerade die gebildeten Schichten kannten natürlich die Schriften der Antike -
und die Renesance beschränkte sich nicht nur auf Philosophie und Kunst

denke es gab allerdings bei weitem weniger Sportarten

- Reiten - eine Sportart, die jeder Mann von Adel bzw. Stand beherrschen sollte - wer schlecht zu Pferd saß galt als Tölpel
-- damit verbunden die Wettrennen
---es galt schon als Sportlich solche REnnen zu besuchen und zu WETTEN
- Boxen - auch der Herr von Welt sollte damit vertraut sein (inwieweit Ringen dazugehörte wage ich zu bezweifeln)
- Fechten - erstens für einen Gentleman pflicht (so wie heute Führerschein) und zweitens
-Schießen
-Federball (schon im Mittelalter, und wurde auch von Frauen gespielt)
-Wie alt ist Kricket? (ggg manche zählen sogar Schach zum Sport)
-Reiterspiele wie der Husarenparcour (nicht zu verwechseln mit der allseitsbeliebten Husarenprobe)
- die Jagd an sich
- Rudern und Segeln
-
Sicher Sport war ein Vergnügen der Reichen, nur diese hatten erstens die Mittel und zweitens auch das Geld und drittens auch die Freizeit
des weiteren waren dies fast vorwiegend Kampfsportarten, dies ist auch dadurch zu begründen, das die Warscheinlichkeit für
einen Mann in den besseren Kreisen und im Offiziersstand unvergleichlich groß war sich duellieren zu müssen - wer gefordert wurde und es nicht tat verlor Ansehen und Ehre, was damals existentiell war.

Ach ja und das typische TURNIER

sprich das Ritterturnier war das Sportereigniss schlechthin über Jahrhunderte - sogar noch zu Zeiten der Schussswaffen veranstalteten die Kaiser und Könige solche Evente
zum eigenen und natürlich auch zum Gaudium des einfachen Volkes
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Haraldzzz
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BeitragVerfasst am: 31.07.2008, 08:17    Titel: Antworten mit Zitat

event-grenadier hat folgendes geschrieben:
harald, bitte genau lesen!!!
ich rede von Cr
Ocket , nicht von Cricket.



ja genau lesen, genau lesen.

ich rede von Cricket und nicht von Crocket!

Es ging ja um Sportarten und nicht um das Lieblingsspiel der Herzkönigin
in Alice im Wunderland.

Als Cricket passt 100%!!! Mit den Augen rollen
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Haraldzzz
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BeitragVerfasst am: 31.07.2008, 08:22    Titel: Antworten mit Zitat

nikolaus schmid hat folgendes geschrieben:
-Wie alt ist Kricket? (ggg manche zählen sogar Schach zum Sport)



Klar ist es eine Sportart. Wer selbst schon mal die Pitch rauf unter gelaufen ist, weiß von den Sprints die die Spieler hingelegen müssen.

ist natürlich kein ausdauersport wie fussball, aber da laufen die leute ja auch nicht 90 minuten, wie es die angaben über nettospielzeiten anschaulich machen.

oder man muss sich die frage stellen: ist ein Torwart oder ein schiedsrichter mehr sportsmann???? Lachen
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event-grenadier
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BeitragVerfasst am: 31.07.2008, 08:37    Titel: Antworten mit Zitat

ja aber crOcket ist der sport ALLER (männlein und weiblein) gewesen (in der renaissance), während cricket ja sicher nicht von damen ausgeübt wurde.

aber was hat sich von all den dingen nun in unsere zeit gerettet?
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Haraldzzz
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BeitragVerfasst am: 31.07.2008, 08:42    Titel: Antworten mit Zitat

event-grenadier hat folgendes geschrieben:
ja aber crOcket ist der sport ALLER (männlein und weiblein) gewesen (in der renaissance), während cricket ja sicher nicht von damen ausgeübt wurde.

aber was hat sich von all den dingen nun in unsere zeit gerettet?



ja dann sollten wir den aritkel umbenennen.

Sportarten aller (männlein und weiblein)

werde das gleich machen.
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event-grenadier
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BeitragVerfasst am: 31.07.2008, 18:14    Titel: Antworten mit Zitat

Erwin Chloupek hat folgendes geschrieben:

Nachdm kein Rückruf betreffs genauerer Infoanforderung Deineseits erfolgte : Siehe zunächst einmal unter Turnvater Jahn, gehört eigentlich zur Allgemeinbildung hat in "unserer" Zeit gelebt und ist zusätzlich auch noch in militärisch und in politischer Hinsicht tätig gewesen.

Wundert mich, dass ihn keiner von Euch kennt, gilt er doch als Begründer der "modernen" Leibeserziehung und damit als Sportpionier unseres heutigen Sportverständnisses.

Übrigens hatten schon die alten Griechen olympische Spiele (war doch Sport?) und die Römer organisierten u. a. die heute noch im Reglement stehenden Ringkämpfe im griechisch/römischen Stil.

Auch der gültige Spruch "Nur in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist" stammt noch aus der Antike.
Ertüchtigung und körperliche Fitness waren in vielen Armeen, insbesonders in England und Frankreich auch in der napoleonischen Zeit gefragt, z. B. waren bei der Kavallerie vieler Staaten "Trockenübungen" am Holzpferd üblich um auch ohne Hilfe von Steigbügel auch während der Bewegung aufs Pferd zu kommen u.s.w.

Bei Belagerungsspezialeinheiten, auch dass gab es, wurde das Seil und Strickleiterklettern ebenso trainiert wie bei den Marienen der damaligen Zeit, ebenso Wettrudern u. s.w. u.s. w. Der gesendete Artikel bezieht sich speziell auf das "Viktorianische Zeitalter" (Viktoria II. von England) das ein besonders konservatives und in gesellschftlicher Erstarrung befindliches Zeitalter darstellt.

In der viele Jahre zuvor stattgefundenen französischen Revolution wurdn viele gesellschaftliche und bekleidungsmäßige Zwänge des Rokkoko abgelegt, vielfach fand eine Rückbesinnung auf antike Werte statt und somit war dies auch ein Zeitabschnitt in dem auch die diversesten "sportlichen" Betätigungen stattfanden, die sich manche in verschieden Veränderungen bis heute erhalten haben.
Dies zu Deiner "frage".
l.g. Detaillierte Infos wie immer im Kompetenzzentrum E.C.
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regiments-tambour
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BeitragVerfasst am: 31.07.2008, 21:28    Titel: Antworten mit Zitat

hihihihi, hab grad über euren Beitrag herzhaft lachen müssen......

Aber zurück nach 1812. Zum Turnvater Jahn. Freilich kenn ich ihn.
Suchts einmal nach >Turnerlied< das ist zwar von 1841, aber es erklärt die Idee dieser Turner von einst. In >Napoleon und die Deutschen< wurde eh auch was gezeigt, Geräteturnen z.b.

Weiters hab ich einen Bezug dazu. Noch zur nap. Zeit liess man bitten, aus den >Turnern< Leute für die Militärmusik zu rekrutieren, weil diese von Musik einiges mehr an Ahnung hatten.
Eben weil sie vermutlich beim ihren Ausflügen viel gesungen haben.

Kegeln ist heute auch Sport, damals eher Zeitvertreib oder um eine Runde Branntwein zu spielen?

Getanzt wurde früher auch viel mehr.

Aber das hat jedermann ohne Sportgedanken gemacht haben.
Der einfache Bauer wird bei einem Arbeitstag von 4 - 5 Uhr früh bis 8 Uhr abends am Feld wird seiner Meinung nach vermutlich genug Bewegung gemacht haben und von Sport nix wissen will.

Übrigens, fallls ihr euch dafür interessiert, ich habe ein Büchlein mit dem Titel:

Bewegungsspiele und Wettkämpfe, von Franz Kreuzer, Graz 1892.

An die 200 !! Von Armgreifen, vielen Ballspielen, Ringen, dem Vorpostenspiel bis zu Zieh- und Schiebekämpfen. Ich denke, da wird wohl das eine oder andere von Hrn. Jahn dabei sein!?

Übrigens, schickt bitte dem hochverehrten Herrn Oberjäger einen schönen Gruss von mir und fragt ihn, was wir Jäger früher vor dem Frühstück gemacht haben?
Seid gewappnet! Aber glaubt mir, wir Jäger waren Fit!
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BeitragVerfasst am: 01.08.2008, 22:40    Titel: Antworten mit Zitat

Winken
Was die einfache Bevölkerung bzw. den Bauernstand betrifft

soweit mir bekannt, wurde sich jede sich bietende Gelegenheit genutzt einem weitverbreiteten Sport auch in dieser Schicht nachzugehen

der allseitsbeliebten Prügelei (insbesondere bei Hochzeiten, Jahrmärkten und Kirchweihen) - übrigens ein noch bis vor wenigen Jahrzehnten ausgeübtes Vergnügen der österreichischen und vor allem bayrischen Landbevölkerung - erst durch die kriminalisierung der damit Einhergehenden Nebenerscheinungen wurde dieser ertüchtigende und allseits gepflegte Volkssport beinnahe ausgerottet.

ggg*
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Essen, Frauen, Gesundheit, Hund, Kinder, Krankheiten, Laufen, Mode



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