k.k. Infanterieregiment Nr. 3 "Erzherzog Carl" - 1. Grenadier Compagnie



 

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Autherith
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Anmeldungsdatum: 12.07.2007
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 09.07.2008, 20:58    Titel: Poststelle Antworten mit Zitat

Liebe Kameraden!
Wie hat 1800/1809 eine Poststelle ausgesehen? Was hatte der Postbeamte für eine Uniform??

Gibt es da vielleicht Kupferstiche zu dem Thema?

Marcus
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regiments-tambour
Corporal



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 04.12.2006
Beiträge: 355
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 17.07.2008, 13:54    Titel: Post um 1800 Antworten mit Zitat

Die Boten der Kleinen Post.
Gegründet 1772 von dem Franzosen Joseph Hardy und wurde ab 1785 in die Staatliche einverleibt. Der Begriff >kleine Post< bedeutet ein regionales Postwesen z.b. für Wien und Umgebung. Dei Staatliche Post in Österreich gibt es seit 1722.

Die <Boten der kleinen Post trugen ab 1773 ein einheitliches Dienstkleid, das aus einer gelben Jacke mit schwarzen aufschlägen und einer gelben Weste, später aus einer grauen jacke bestand. Wie Zeitgenössische Bilder zeigen, ergänzten ein schwarzer Hut, schwarze schuhe bzw. Stiefeletten und eine gleichfarbige Kniebundhose die in Wien bald wohlbekannte Uniform. An einer gelben, über die Achsel getragene Schnur hing das >Rezeptakel< , ein mit der Nummer des Kollektanten (Boten) versehenes Blechkästchen zur Aufnahme der Briefe. Er trug die sogenannte Klapper (mehr davon unten).
Daher der Bgriff Klapperpost, die Postler nannte man auch Klapperer.







Das ist die Klapper der Postler
Manche Dinge sterben nie aus, denn so eine Klapper hab ich vor 2 Jahren bei einem Kokosnussverkäufer am Strand von Rio de Janeiro gesehen und gehört .




Das ist übrigens der erste Poststempel von 1787:




Und das die erste Briefmarke:




Über die Poststellen kann ich nicht viel sagen. Ich kann mich noch an ganz alte Postämter erinnern, dunkles Holz, knarrender Fussboden der nach Teer roch, und Beamte mit Ärmelschonern.

zitat:
Die Postamtskanzlei soll geräumig, zweckmässig, gelegen, gegen Feuer und Einbruch gesichert sein, .....durch eine Barriere oder Glas gesichert sein etc. etc. Also anständig, geräumig, zweckmässig sein.

Von aussen erkennt man ja noch viele Poststationen an Bundesstrassen oder im alten Ortskern heute noch am Lande.

Quelle: Aus Österreichs Postgeschichte. Verleger und Herausgeber: die Österreichische Post.
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Autherith
Rekrut



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Anmeldungsdatum: 12.07.2007
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 18.07.2008, 07:48    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank Reinhard!
Das ist mir eine große Hilfe.

Da Tirol zu Bayern kam, nehme ich an, dass in dieser Zeit recht schnell die Tiroler Postämter in Bayrische umgestellt wurden. Dazu hab ich folgendes gefunden:

Bayrische Postillione
Aus: http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44571

Post und Telegraphenwesen

Bayern verstaatlichte am Beginn des 19. Jahrhundert das Postwesen.
Bis dahin lag die Beförderung von Briefen, Personen und Güter weitgehend in den Händen der seit 1748 in Regensburg ansässigen Hauses Thurn und Taxis.
Nach der Erhebung zum Königreich übernahm Bayern zwischen 1806 und 1808 das Postwesen vollständig. Dadurch wurden die höheren Postbediensteten zu königlichen Beamten, an den Posthäusern wurde das königliche Wappen angebracht, und die Uniformen der Postillione wechselten die Farbe von gelb zu blau.

aus: http://www.bayernsammler.de/archiv/pe/wa9.html

VII. Die Königl. Bayerische Post im Allgäu

Die politischen Umwälzungen in der Napoleonischen Zeit - im Frieden von Preßburg am 26. Dezember 1805 erhielt Bayern Stadt und Stift Lindau - schufen in drei Teilen unseres Gebietes für die Post drei verschiedene Rechtsgrundlagen. Mit dem Zerfall des Reiches erledigte sich das kaiserliche Postregal; es ging auf die souverän gewordenen Staaten über. Bayern übertrug dem Fürsten von Thurn und Taxis die vormaligen Reichsposten in seinem Gebiet als Lehen auf 10 Jahre (am 11. Februar 1806). Wir hatten also im westlichen Allgäu und am Bodensee nun Taxische Lehensposten. Nach der kurfürstlichen Weisung vom 20. Dezember 1805 waren sämtliche Postbeamte innerhalb der bayerischen Landesgrenzen in kurfürstliche Pflichten zu nehmen und an Stelle der Reichsinsignien an den Posthäusern und Postwagen die bayerischen Wappen anzubringen. Das Postpersonal musste die schwarz-gelbe Uniform mit den bayerisch blauen Röcken vertauschen. ...
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regiments-tambour
Corporal



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Anmeldungsdatum: 04.12.2006
Beiträge: 355
Wohnort: Wien

BeitragVerfasst am: 18.07.2008, 10:33    Titel: Poststelle Antworten mit Zitat

Hi nochmals!

Ich habe sogar eine originale alte Karte von 1840, auf der sämtliche Post- (Kutschen) Stationen eingezeichnet sind, schick dir bei Gelegenheit den ausschnitt von Tirol. Um diese Zeit fuhren sie in Richtung Prag und Brünn sogar fast vor meinem Haustor vorbei (mitten im heutigen 20ten Wiener Gemeindebezirk).
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Autherith
Rekrut



Geschlecht: Geschlecht:männlich
Anmeldungsdatum: 12.07.2007
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 19.07.2008, 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Reinhard!
Das ist super von Dir! Vielen Dank. Ich hab in Volders ein Haus in dem noch ein Original k k Postamtsschild hängt ausfindig gemacht und fotographiert. Ich krieg nur das Bild hier nicht rein. Werd ich Dir als e-mail schicken.
Wünsch Dir ein schönes Wochenende.

Marcus
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Lachnit
Feldwebel



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Anmeldungsdatum: 07.06.2008
Beiträge: 588
Wohnort: Wien 22 - Essling

BeitragVerfasst am: 20.07.2008, 18:30    Titel: Post von damals Antworten mit Zitat

Hallo Jungs !

Es ist für mich jedesmal faszinierend zu lesen, was Ihr da "ausgräbt" - egal ob´s die alte Post ist, Reinis Kärnten-Urlaub oder all die anderen Gschichten aus dem Wienerwald (konnt´s mir nicht verkneifen Lachen ! ).

Anbei meine 2 ältesten Briefe aus meiner Briefmarken-Sammlung - größere Fotos sende ich Dir mit separatem email.



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