k.k. Infanterieregiment Nr. 3 "Erzherzog Carl" - 1. Grenadier Compagnie



 

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Andreas_P
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Anmeldungsdatum: 06.09.2007
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BeitragVerfasst am: 05.05.2016, 22:32    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Kameraden,

da wir bald wieder nach Eggmühl aufbrechen und auch zu "unserem" Denkmal reisen werden, erlaube ich mir euch hier einen Auszug aus unserer Regimentsgeschichte zu den Begebenheiten in und um Regensburg vom 21. bis 23. April 1809 zu exzerpieren:

"Das Gefecht bei Leuchling, den 21.April 1809.

[...] Ehe noch sämmtliche Corps die Befehle zur Ausführung ihrer Bewegungen erhalten hatten, rückte Davoust vor und wendete sich nach dem Zurückdrengen des dritten Corps gegen die isolierte Stellung des vierten unter Rosenberg bei Dinzling. Rosenberg gab hierauf die Position auf und ging nach Schierling zurück, um mit dem dritten Corps in Verbindung zu treten. [...]

Gegen 11 Uhr hatten beide Armeen ihre beabsichtigte Aufstellung beendet. Unter einer heftigen Kanonade begann der Angriff der Franzosen auf Rosenberg, besonders gegen dessen rechten Flügel, welchen die Division Friant zu umgehen suchte.

Der Erzherzog war im dichtesten Kugelregen zum vierten Corps gesprengt und liess, als er hier die umfassende Bewegung erblickt hatte, das >seinen Namen führende Regiment< von der Division Lindenau zur Verstärkung des rechten Flügels von Rosenberg vorführen.

Der Kampf war auf das Höchste gestiegen, als um 5 Uhr Nachmittags das Regiment Erzherzog Carl auf dem Flügel des vierten Corps bei Ober-Santing eintraf. Es machte > noch einige Bajonett-Angriffe< und hielt die Division Friant in der weiteren Vorrückung auf. Als die Division Friant einen Flankenangriff versuchte, trat Corporal Winterthaler des Regiments Erzherzog Carl vor und schoss den an der Spitze der feindlichen Colonne befindlichen General Herveau vom Pferde. Die Colonne stockte und kehrte um. Winterthaler erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille."


Zuletzt bearbeitet von Andreas_P am 05.05.2016, 23:35, insgesamt einmal bearbeitet
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Andreas_P
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Anmeldungsdatum: 06.09.2007
Beiträge: 278
Wohnort: Hinterbrühl

BeitragVerfasst am: 05.05.2016, 23:35    Titel: Antworten mit Zitat

"Die Schlacht bei Eggmühl (Eckmühl), den 22.April 1809.

[...] Napoleon ging den 22. mit seiner Armee gegen Eggmühl mit der Absicht vor, Davoust Hilfe zu bringen und den österreichischen rechten Flügel über die Donau zu drängen. Napoleon´s Anmarsch auf der Strasse von Landshut traf das Corps Rosenberg mit aller Macht und zwang es trotz der tapfersten Gegenwehr und trotz heldenmüthiger Vertheidigung Eggmühls zum Rückzuge.

Erzherzog Carl stellte auf die erste Nachricht hiervon seinen Vormarsch ein und liess die Colonne Kollowrat in eine Stellung zwischen dem Galgenberge und Isling, die Colonne Liechtenstein zwischen Gabelkofen und Thalmassing, die Colonne Hohenzollern zwischen letzterem Orte und Santing zurückzugehen, um das Corps Rosenberg aufzunehmen. [..] In der Durchführung dieser Anordnungen wurde das Regiment Erzherzog Carl nach Lukenpoint, das Grenadiercorps nach Köfering beordert.

Bei Lukepoint wurde das Regiment noch in ein lebhaftes Gefecht verwickelt, als der das Corps Rosenberg verfolgende Gegner zum Angriffe gegen den Ort vorging. [...]

Der Erzherzog setzte sodann unter dem Schutz der Nacht den Rückzug weiter bis Regensburg fort und sammelte seine Armee bei Burg-Weinting, Ober- und Unter-Traubling. [...] Die Verluste des Regiments Erzherzog Carl sind unbekannt.

Die Schlacht bei Regensburg, den 23. April 1809.

Mit Rücksicht auf die Schwäche seiner Armee und die Stellung an der Donau schien es dem Erzherzoge gewagt, den 23. April eine Schlacht zu schlagen.

Er beschloss daher, ohne zu Zögern über die Donau zu gehen und liess noch den 22. Nachts eine Schiffbrücke über den Strom herstellen, die den 23. um 8 Uhr Früh vollendet war. Zur Deckung des Rückzuges sollte das zweite Corps Regensburg besetzen und sich auf den Höhen bei Stadt am Hof aufstellen.

[...] Die Tags vorher vor den Gärten und dem Stadtgraben postirten Bataillone waren in ihrer Stellung geblieben. In Burg-Weinting stand als Besatzung ein Bataillon Erzherzog Carl unter dem Major Grafen Paar, währen der übrige Theil des Regiments mit dem Regimente Stain am rechten Donau-Ufer bei der Pontonbrücke postirt war. [...]

Inzwischen waren die französischen Divisionen Gudin und Morand der Reiterei gefolgt und gingen zum Angriffe gegen die von den österreichischen Fußtruppen besetzten Punkte vor.

Burg-Weinting wurde sowohl in Front und beiden Flanken angegriffen und es kam dort zu einem Handgemenge, zu einem regellosen Kampfe zwischen dem Bataillone Erzherzog Carl und den Angreifern, in welchem jede Leitung aufhörte. Die Vertheidiger wurden von einer Übermacht umzingelt und es gelang nur einem geringen Theile, aus dem Orte zu entkommen. Doch sofort nach dem Austritte ins Freie wurde auch dieser Theil von feindlicher Reiterei umringt, so dass, was von dem Bataillone Erzherzog Carl noch übrig war, fast vollständig in französische Gefangenschaft gerieth.

In einem Klumpen der aus Burg-Weiting Entkommenen befand sich auch der Fahnenträger und Gefreiter Kosibek.(sic!) Als Ersterer schwer Verwundet niedersank und die französischen Reiter sich der Fahne bemächtigen wollten, riss Gefreiter Kosibek das Fahnentuch von der Stange, barg es unter seinem Rocke und sprang in die Donau, die er auch trotz des heftigsten feindlichen Feuers durchschwamm und so das Fahnentuch glücklich zum Regimente brachte. Gefreiter Kosibek erhielt für diese That nebst Beförderung, mit Befehl vom 5. November, die goldene Tapferkeitsmedaille und tausend Gulden als Belohnung. [...]

Die Verluste des Regimentes Erzherzog Carl sind unbekannt. Das Bataillon, das in Burg-Weinting gestanden, war fast vollständig aufgerieben worden."


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