k.k. Infanterieregiment Nr. 3 "Erzherzog Carl" - 1. Grenadier Compagnie



 

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Hagelstadt /Eggmühl 2008


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Haraldzzz
Corporal



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BeitragVerfasst am: 26.05.2008, 14:18    Titel: Hagelstadt /Eggmühl 2008 Antworten mit Zitat

Liebe Kameraden!

Gestern kam ich ca. um 17.30 Uhr, mühe aber zufrieden zuhause an.
Bald fielen mir die Augen zu und ich konnte in meinen Träumen die Tage Revue passieren lasen. Winken

Eine kleine, aber nette Veranstaltung, vom Programm anstrengend, aber sicherlich lehrreich.

Ich warte schon auf die ersten Bilder
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Rudi
Grenadier



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Anmeldungsdatum: 06.12.2007
Beiträge: 83
Wohnort: Wieselburg

BeitragVerfasst am: 26.05.2008, 21:06    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Kameraden
Ich bin noch ganz gefangen von dem Abenteuer Eggmühl,heute war es für mich schwer in die reale Welt zurrück zu finden,in Gedanken sitze ich noch mit den Kameraden am Lagerfeuer,oder stehe mit ihnen im Feld.Unsere Marketenderin denkt ebenso.Alles hat unsere Erwartungen von einer Ausrückung übertroffen,ich giere schon auf die nächste. Sehr glücklich
Rekrut Rudi
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Andreas_P
Administrator



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Anmeldungsdatum: 05.09.2007
Beiträge: 277
Wohnort: Hinterbrühl

BeitragVerfasst am: 26.05.2008, 22:46    Titel: Antworten mit Zitat

eggmühl mein eindrück:

Ich und meine Holde kamen am freitag um ca. 18:00 nach 4 1/2 stunden fahrt müde aber sicher in hagelstadt an. Gleich nach dem ich unsere kameraden in der Linie mit den Ungarn sah, kam auch schon der befehl unseres corporals: " Umziehen und mitkommen zum exerzieren!" Als guter Rekrut befolgte ich natürlich den befehl. Nach einer halben stunde exerzieren ging es dann auch schon zurück ins lager und ab zum abendessen.
Das essen sowie alles andere wurde bestens von den Bundeswehr " reenactors" bereitgestellt. Nach dem wir alle satt waren, gingen wir wieder zu unseren zelten um uns am Lagerfeuer zu wärmen und um uns ein bisschen zu unterhalten. Dann besprachen wir noch den kommenden Tag. Danach gingen alle müde aber zufrieden ins bett.
Nach ca. 2 1/2 stunden schlaf ertönte dann auch schon das signal zur vergatterung und ich zog mich schnell an. Nachdem unser Corporal uns inspiziert hatte gab es reini´s berühmte polenta zum frühstück.(welche meinen persönlichen erwartungen leider nicht entsprochen hatte Smilie ). Nachdem wir almählich wach wurden und uns für die schlacht vorbereiteten gingen wir zum mittagessen um danch wieder gestärkt zum lager zurück zu kehren.
Da wir noch ein bisschen zeit hatten, machten wir noch ein bisschen werbung für uns und verkauften sogar den ein oder anderen krug ( ich glaube die einnahmen überstiegen sogar die 70€ marke) Dann trat unser löblicher Vize-Corporal zu mir und teilte mir mit das wir jetzt eine rekrutierungsszene nachspielen würden. Also auf zum Buffetzelt(welches mit einem riesigen Lastenfallschirm überdacht wurde) und ein "opfer" aus der menge suchen. Ich stand derweil am rand und verhielt mich so unauffällig wie möglich ( was durch die vielen schauslustigen Besucher ein wenig erschwert wurde) Kaum hatte unser Opfer unterschrieben lernte er schon unser hartes Soldatenleben kennen und wurde erst gegen ein lösegeld von 4 Bier wieder ins zivilleben entlassen. Danach redeten wir noch ein bisschen mit interresierten Besuchern um machten noch ein bisschen werbung für uns.
Um 13:30, gut eine stunde vor der schlacht, gingen wir noch mit unseren guten freunden, dem IR32, und den anderen österreichischen truppenteilen, zum exerzieren. Dank unseres barmherzigen vize-corporals ohne grenadiermütze.( Unser corporal stieg derweil in den rang eines feldmarshalls auf)
Dann ging es auch schon auf zum schlachtfeld. Wir marschierten gut 15 minuten durch die schöne stadt hagelstadt bis wir am ort des geschehens eingetroffen sind. Dort angekommen erhielt ich ausch schon den befehl mit einem jungen füssilier des ir32 das schlachtfeld auszuspähen und truppenbewegungen zu melden ( was mir sehr gut gefallen hat Smilie ). Nach einer zehnminütigen pause marschierten wir auf das schlachtfeld um uns zu präsentieren und uns vorzustellen.
Danach stellten wir uns zum gefecht auf und es ging auch schon los. Zuerst ein bisschen geplänkel dann kavallerie attacken, karree bilden und der nahkampf. Nach einer weile wurde ich dann leider von einer französischen kugel getroffen und sackte zu boden. ich konnte gerade noch die augen aufhalten um ein bisschen des schlachtgetümmels mitzubekommen. An jenem tag fiehlen viele weiter grenadiere und füssiliere des ir3´s und des ir32 beim versuch die überlegenen franzöischen truppen aufzuhalten. Die verluste unserer einheit lagen bei knapp 60%. Nachdem ich mich von meinen wunden erholt hatte, eilte ich zu meiner einheit um uns nochmals dem publikum zu präsentieren. Danach ging es zurück zum großen Fallschirmzelt um uns mit ein wenig apfelschorle abzukühlen um dann dem apell, bei dem alle truppenteile und sogar eine blaskapelle des deutschen jagdbombergeschwaders versammelt waren, beizuwohnen. Nach ein bisschen vivat hier und hymnen da , ging es müde zurück zum zelt.
Wir redeten danach noch mit einander und mit einem französischen darteller (Die trainieren bloß einmal im jahr!). der grok (oder so ähnlich Smilie ) und das Bier flossen in strömen, kuchen und kekse wurden gegessen um dann wie tot mit einem tierischen muskelkater ins bett zu fallen.
Am nächsten Tag war aufräumen und zusammenpacken an der tagesordnung. Um 10:00 waren ich und meine holde abreisebereit und halfen den anderen noch beim zusammenpacken und zelt zusammenlegen. Dann noch eine Überraschung. Wir wurden von einem netten herren , dessen namen mir leider gerade entfallen ist, an fast alle historischen orte der schlacht um eggmühl geführt und er erklärte uns alles was es darüber zu wissen gab. Stolz präsentierte unser tambour ihm die am vortag ausgerabenen artefackte der schlacht. Als wir wieder am zeltplatz waren und alles eingpackt haben fassten wir noch den entschluss essen zugehen bevor sich unsere wege trennten. Wir fanden ein nettes Restaurant und aßen dort zu mittag ( leider keine weißwürste Sehr glücklich ) um uns nachher voneinander zu verabschieden. Meine Melissa und ich fuhren richtug regensburg, die anderen richtug heimat. In Regensburg besichtigten wir noch ein paar sehenswürdigkeiten bevor wir um 16:30 auch die heimreise antraten. Um 21:00 kamen wir sicher aber sehr müde daheim an und lagten uns sogleich ins bett.

mein fazit:
Es war eine kleine aber nette veranstaltung! Die verpflegung war sensationell!!! ( Sehr glücklich ) Eine schöne kulisse, herrliches wetter, schönes beisamensein. Am liebsten wäre ich gleich wieder mit euch zurückgefahren! Freu mich schon auf die nächsten events!

(bitte entschuldigt schreibfehler und alles andere es ist ja auch schon spät Winken )
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Haraldzzz
Corporal



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BeitragVerfasst am: 27.05.2008, 07:24    Titel: Antworten mit Zitat

Andreas_P hat folgendes geschrieben:
Nachdem unser Corporal uns inspiziert hatte gab es reini´s berühmte polenta zum frühstück.(welche meinen persönlichen erwartungen leider nicht entsprochen hatte Smilie ).


der rekrut hat wohl noch nie echten hunger verspührt!!! Mit den Augen rollen
sonst hätte ihm die berühmte polente wohl besser gemundet.
in der comicabteilung gibt es ja eindrucksvolle bilder, wie unser
herr regiments-tambour die polenta sichtlich mit Genuß verzehrt. Winken

aber spaß beiseite, die Marmeladinger (=Deutschen) konnten einpacken, denn wir hatten wohl das größte Marmeladebuffet der Welt dabei.
Und die machte das Frühstück an diesem Tag, am Lagerfeuer und nicht in der Mehrzweckhalle zu einem echten Erlebnis. War so wie Frühstücken im Bett. Auf den Arm nehmen


Zitat:
Wir redeten danach noch mit einander und mit einem französischen darteller (Die trainieren bloß einmal im jahr!).


vollkommen richtig. die kameraden nehmen die gesamtanzahl der mitglieder und teilen diese durch die Hälfte. Das Ergebnis ist dann der jährliche Drill. Kleines Rechenbeispiel. Wieviele Mitglieder hat dieser Verein???


das sollte natürlich keine sinndiskussion auslösen. ich denke, jeder der dabei war hat gesehen, dass durch die neuen manöver eine eigene dynamik ins spiel kam. da müssen wir sicherlich noch einige sachen üben.
aber der ablauf war doch sehr flüssig und wir sollten nun wirklich noch versuchen die feuergeschwindigkeit zu erhöhen.

persönlich hab ich die bajonettattacke mit reserve als sehr interessant empfunden, zwar nicht ganz historsich korrekt, aber für unsere größe durchaus so machbar. wie habt ihr das empfunden????
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Andreas_P
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BeitragVerfasst am: 27.05.2008, 11:20    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
persönlich hab ich die bajonettattacke mit reserve als sehr interessant empfunden, zwar nicht ganz historsich korrekt, aber für unsere größe durchaus so machbar. wie habt ihr das empfunden????


Ein wirklich tolles manöver! wir müssen die bewegungen und den ablauf aber noch mehr einstudieren. Wenn wir das dann perfektioniert haben siehts sicher toll aus! Smilie
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Andreas_P
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BeitragVerfasst am: 27.05.2008, 14:45    Titel: Antworten mit Zitat

hier ein paar kleine ausschnitte der schlacht http://de.youtube.com/watch?v=OYSsZLAuuDc&feature=related
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Andreas_P
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BeitragVerfasst am: 30.05.2008, 14:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hier ein paar Kupferstiche der Schlacht in Eggmühl:





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regiments-tambour
Corporal



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BeitragVerfasst am: 30.05.2008, 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

Nachdem unser Corporal uns inspiziert hatte gab es reini´s berühmte polenta zum frühstück.(welche meinen persönlichen erwartungen leider nicht entsprochen hatte Smilie ).

Naja, wenn du dir in einer Polenta erwartest, daß keine Rosinen drin sind.....

Alles klar, du hast nicht an übelkeit oder auszehrung gelitten, hattest keinen Durchfall, dann wars zumindest Hungerstillend.
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Haraldzzz
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BeitragVerfasst am: 30.05.2008, 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

hoffentlich haben die zuschauer von uns mehr mitbekommen, als man in den videos sieht.
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Gerald A. Karnolz
Tambour



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BeitragVerfasst am: 12.06.2008, 09:14    Titel: Unser wohllöbliches Regiment in der Schlacht von Eckmühl Antworten mit Zitat

Aus der Regimentsgeschichte:
"...Am Tage von Eckmühl hat sich ein Bataillon "Karl" in Burg-Weinting eingenistet, und vergebens stürmten französische Brigaden gegen die Feste. Endlich aber ist die decimierte Schar umzingelt; sie sucht den Ausweg ins Freie, geräth in die französische Reiterei und wird geradezu vernichtet.
Über einem Klumpen der vom Feinde umklammerten Infanterie flattert noch das heilige Banner; nun aber sinkt der Fahnenträger, zu Tode getroffen, nieder und französische Reiter strecken die Hand nach dem Paniere aus.
Da reißt der Gefreite K o s i s e k das Fahnentuch von der Stange, birgt es an seiner Brust, springt in die Donau, durchschwimmt sie unter einem Hagel von Geschossen und bringt das gerettete Banner zum Regimente. Die goldenen Medaille und 1000 Gulden lohnen diese an antiken Heroismus gemahnende That des schlichten Kriegers...."
(Aus "Historische Legionen Habsburgs", Oskar Teuber 1894)

Leider ist nichts mehr von der Feste Burg Weinting erhalten. Der Ort Burgweinting ist am südöstlichen Stadtrand von Regensburg zu finden. Der heutige Donauverlauf liegt ca. 4km vom Ortszentrum entfernt.
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"Wir müssen den Feind schlagen oder uns alle vor seinen Batterien begraben lassen!" (Friedrich der Große)
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Haraldzzz
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BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 10:37    Titel: Antworten mit Zitat

Aus "Österreichs Krieg mit Napoleon I. 1809"

Zitat:
".......Die vorzügliche Haltung der österr. Truppen wie das persönliche Eingreifen des Generalissimus mit dem nächst Mooshof zur Hand befindlichen IR Nr. 3 (Divison Lindenau) brachte hier jedoch die Offensive des Feindes zum Stehen und kam auch Lefebvre nicht über die Höhen von Schierlin hinaus."


Leider geht hier nicht mehr aus dieser Situation hervor. Mooshof liegt westlich von Hagelstadt. Auf der Karte ist das kein Kilometer oder sogar neben Hagelstadt. Die Division Lindenau wurde später fast komplett aufgrieben, was sich mit den Aussagen aus dem Buch "Habsburg hist. Legionen" deckt.
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Gerald A. Karnolz
Tambour



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BeitragVerfasst am: 15.06.2008, 16:09    Titel: Antworten mit Zitat

Beachtlich unsere Forschungsarbeit! Wir haben unseren Beruf verfehlt. Sollten unsere Dienste dem HGM anbieten!
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Haraldzzz
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BeitragVerfasst am: 22.06.2008, 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hans Neuner war der Obstlt. in Eggmühl.


Hans Neuner hat folgendes geschrieben:
Sehr geehrter Herr Karnolz, werter Kamerad,

ich habe das Rahmenprogramm des EGGMÜHL-Tages mit meinen Reservisten organisiert. Es freut mich natürlich sehr, dass die meisten Kameraden Ihres Regiments positiv über die Veranstaltung berichten.

Heute las ich in der Homepage des IR3 von der Rettung der Fahne bei der Schlacht von REGENSBURG am 23.April 1809.

BURGWEINTING hat eine alte Wehrkirche (befestigte Kirche mit starker Mauer) - diese ist wohl mit "Feste" gemeint.

Anbei sende ich Ihnen ein Bild, welches ich im Stadtmuseum REGENSBURG fotografiert habe, und ein Foto vom Denkmal für die Heldentat.

Zu den Feststellungen Ihres Kameraden "Haraldzzz":

Das ist korrekt. MOOSHOF liegt zwischen SANDING und HAGELSTADT. Da dort die Angriffe am Abend des 22.April1809 wenig erfolgreich waren, setzte NAPOLEON seine schwere Kavallerie bei HAGELSTADT an, um die Stellungen rechts zu umgehen und in den Rücken der ÖSTERREICHISCHEN Linien zu stoßen.

Die ÖSTERREICHISCHE Kavallerie verzögerte diesen Angriff so erfolgreich, dass die Armee ausreichend Zeit zum Ausweichen nach Norden hatte.

Mit kameradschaftlichen Grüßen,
Hans Neuner.
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Gerald A. Karnolz
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Beiträge: 136

BeitragVerfasst am: 23.06.2008, 22:25    Titel: Regeimentsfahnenrettung und Denkmal Antworten mit Zitat

Sehr geehrter Herr Karnolz, werter Kamerad,


das Denkmal steht in der Nähe der Kirche von BURGWEINTING und ist dem tapferen Gefreiten und seiner Heldentat gewidmet. Am kommenden Wochenende fahre ich dort hin und sehe es mir genauer an.
Ich habe mich erkundigt: Eine "Burg" (befestigter mittelalterlicher Hallenbau mit Graben) stand ebenfalls in B.direkt am Bachlauf unweit der Kirche, wurde jedoch 1950 abgebrochen.
Das Bild vom Gefecht wird neu aufgenommen. Sobald ich es habe, sende ich es Ihnen zu.

Ich will mich bald an eine Zeitberechnung für den Kampf der Kavallerie (hinter BURGWEINTING) und der Infanterie (bei BURGWEINTING) sowie die Zerstörung der Brücke (bei WEICHS) setzen.
Über den Feldzug von 1809 und die Schlachten von ABENSBERG, EGGMÜHL, HAGELSTADT und REGENSBURG habe ich 2006 in LINZ (Dragonerregiment 4 / Panzerstabsbataillon 4) bereits einen Vortrag gehalten, den ich bis zum kommenden Jahr (200 Jahre BAYERISCHER Feldzug) erweitern will. Sie hatten vielleicht in HAGELSTADT die Gelegenheit, einen kleinen Auszug aus dem Vortrag zu hören.

Vorab zum 23. April 1809 (Hierzu sende ich Ihnen einen Ausschnitt aus einer zeitgenössischen Karte (detaillierte Landkarte der Urvermessung BAYERNS von 1819):

Ein Bataillon des InfRgt Erzherzog Carl verteidigte BURGWEINTING.
Zwischen BURGWEINTING und REGENSBURG verschleierte das ÖSTERR. Kürassierregiment 4 vor der FRANZ. Kavallerie den Zugang zu einer Kriegsbrücke bei WEICHS an der DONAU (besagte Belobigung und Fahnenband) und drängte das Korps NANSOUTY (schwere Kavallerie) nach Westen ab.
Kurz darauf wurde BURGWEINTING um ca. 11:00 Uhr vom nachrückenden Korps St Sulpice (schwere Kavallerie) angegriffen - Das Btl ergab sich um ca. 12:00 Uhr.
Während B. genommen wurde, war auch Korps Lannes (Infanterie) ostwärts von BURGWEINTING vorgerückt, entdeckte um ca. 12:00 Uhr die Kriegsbrücke bei WEICHS und griff diese umgehend mit allen Kräften und massiver Artillerieunterstützung an.
Drei ÖSTERREICHISCHE InfanterieRegimenter, hielten den südlichen Brückenkopf, bis die eigenen Kräfte das nördliche DONAU-Ufer erreicht hatten und setzten sich danach ebenfalls ab.
Die Kriegsbrücke wurde nach Ausweichen rechtzeitig abgeworfen und so der Nutzung durch die FRANZOSEN entzogen. Sie stand freilich auch den wenigen versprengten Einheiten nicht mehr zur Verfügung, die sich noch auf dem südlichen DONAU-Ufer befanden, dies ist historisch dokumentiert.

Auf der Karte sehe die damaligen Ortschaften sowie den Verlauf der DONAU: Entfernung BURGWEINTING - DONAU ca. 3000 m mit verschiedenen Bächen und Feuchtgebiet (i.d.R. lockere Auwälder mit Sumpfwiesen von der DONAU bis hart an den ostwärtigen Ortsrand von BURGWEINTING), also schwer passierbares Gelände für Kavallerie. Einzelne beherzte Infanteriegruppen konnten daher sicher leicht in den Feuchtgebieten untertauchen.
In diesen Wirren war es also durchaus möglich, sich in der sumpfigen Auenlandschaft - nach dem Angriff der Kavallerie auf B. und im Rücken der feindlichen Infanterie bei der Brücke - unerkannt bis zur DONAU durchzuschlagen. Entlang der DONAU dürften lediglich Streifen der feindlichen leichten Kavallerie die Flanken überwacht und Boote gesucht haben (letztere waren aber in der Nacht zum Bau der Kriegsbrücke requiriert worden)

So viel ich weiß, soll der Gefreite mit der Fahne bei IRL die DONAU überquert haben - dort endet auch der Auenstreifen am DONAU-Ufer.
.

Sobald ich näheres weiß, melde ich mich wieder.


Mit kameradschaftlichen Grüßen,

Hans Neuner.



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Gerald A. Karnolz
Tambour



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BeitragVerfasst am: 23.06.2008, 22:31    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr geehrter Herr Oberstleutnant!
Meinen Gruß zuvor!

Ich bin sprachlos! Definitiv ein Denkmal für das IR3! Was für eine Entdeckung!
Ich werde mir erlauben dieses Mail sofort in das Forum zu stellen.
Heute hat mich schon ein Kamerad angerufen, ob er das Bild in Format A2 haben kann.
Musste Ihn auf Ihre Antwort vertrösten. Daher freut es mich umso mehr, dass Sie die Mühe einer nochmaligen Fotografie auf sich nehmen.
Hatten Sie das Bild eigentlich schon vor Beginn unserer Diskussion, oder wie sind Sie dazu gekommen?! (Die Ausleuchtung ist ganz hervorragend – ist schon auf meinem PC
der neue Bildschirmhintergrund,)

Diese von Ihnen recherchierten Neuigkeiten lösen schon jetzt Begeisterungsstürme in unserem Traditionsregiment aus.
Da ich gerade dabei bin, eine CD mit österr. Soldatenmusik der Napoleonik für das kommende Jubiläumsjahr vorzubereiten (gibt es bislang noch nicht und die Quellen dazu sind auch gegen zb. preussisches Liedgut sehr dürftig), wäre es natürlich großartig zu diesem Thema ebenfalls ein Lied zu entdecken. Sonst dichten wir selbst eines und lassen es anschießend in Noten setzten!
Kann mir die Szene bei den Eggmühl-Tagen 2009 schon gut vorstellen. Kleine Nebenveranstaltung unseres Regiments:
Kranzniederlegung am Denkmal, Absingen des Liedes zu Ehren des Gefreiten Kosabek, Ansprache, der „Gute Kamerad“, eventuelles kleines Reenactment mit der Fahnenszene.
Ob wohl die Gemeinde Burgweinting für unsere Pläne zu begeistern wäre?!

Ja, ich war bei Ihrem 1-stündigen Vortrag anwesend. Und wirklich – ohne Ihnen schmeicheln zu wollen – ich war damals von Ihren sprachlichen Darstellungen der Kampfszenen tief bewegt.
Vor allem Ihre Schilderung der nächtlichen Kavallerieduelle, Ihr Zitat des Zeitzeugen: „Als ob 1000 Hämmer auf 1000 Ambosse schlügen“ , die Schilderung der Ängste, die schweren Knie- und Beinverwundungen beim Aufeinanderprall der Reiter, der Blutrausch im Kampfgetümmel, das Leid der Verwundeten und Sterbenden…..dies alles hat die tiefsten Eindrücke bei mir hinterlassen.
Fast mehr als es ein Buch oder Film vermocht hätte. Ihre Worte bewirkten in mir ein Nachdenken über meine Rolle als Reenactor. Wie weit darf die Begeisterung für das Nachstellen kriegerischer Handlungen gehen, angesichts dieses tausendfachen Leides usw.?! Habe angeregt durch Ihren Vortrag diese Dinge auch noch am Abend am Lagerfeuer diskutiert!
Das Nachstellen der Schlachten ist aber nur ein Teilaspekt unseres Handelns. Ebenso wichtig ist uns die Forschung und da vor allem auch die „experimentelle Erforschung“ des Soldatenlebens der damaligen Zeit!

Es würde uns übrigens freuen, wenn Sie sich als Gast-User auf unserer Homepage einloggen und vor allem in Vorbereitung auf Eggmühl 2009 an unseren Diskussionen teilnehmen.

Mit dem Ausdruck des aufrichtigsten Dankes verbleibe ich für heute als Ihr
Gerald A. Karnolz
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